Moers Festival: Der Tag des Zorn

John Zorn blickt zurück

Das Sprichwort „Niemals geht man so ganz“ gilt zum Glück auch für das moers festival, wiewohl die kommende Ausgabe vom 17. bis 20. Mai das Ende einer Location bedeutet. Denn es ist praktisch beschlossene Sache, dass die renommierte Veranstaltung in diesem Jahr zum vorerst letzten Mal unter dem blauen Zeltdach im Park stattfinden kann. Als Hauptgrund führt Reiner Michalke, Künstlerischer Leiter des Festivals, an, dass die Stadt Moers ihre finanzielle Unterstützung ab 2014 um 40 Prozent senken wird. „Selbst die Kürzung um einen weiteren Tag hätte das Festival im Freizeitpark nicht retten können.“ Als Alternative wird die Theaterhalle am Solimare mit Landesmitteln aufgepeppt und in Zukunft voraussichtlich Platz für 2 000 Zuschauer bieten können.



Bevor es soweit ist, darf das moers festival an alter Wirkungsstätte zu genossen werden. Gleich der erste Tag ist ein programmatischer Leckerbissen, wenn John Zorn mit Songschreiber-Kollegen, darunter Mike Patton und Sofia Rei, eine musikalische Retroperspetive seiner Künstlerlaufbahn vorstellt. „Aber auch die folgenden Tage wollen den Beweis antreten, wie vielschichtig und spannend das internationale Musikschaffen heute ist“, lässt sich Reiner Michalke am eigenen Qualitätsstandard messen.

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