Mayday: Papa und Mama gehen raven

Raver-Fest im Laser-Gewitter | Foto: Ralph Larmann

Zum 22. Mal findet die Mayday statt und zum ersten Mal nicht am 30. April, sondern bereits drei Tage früher. Ansonsten bietet die „Mutter aller Raves“ aber vor allem eines: gewohnte Qualität und ein Spitzen-Techno-Lineup, allen voran „Papa“ Väth.

„Never stop raving“ heißt das diesjährige Motto der Megaparty. Für nicht Eingeweihte mag das erst mal wenig originell klingen, aber echte Raver wissen, dass mehr dahinter steckt. Für sie bedeutet „Raven“ nicht einfach, mit bis zu 25 000 Gleichgesinnten in den Westfalenhallen eine Nacht durchzutanzen. Für Techno-Jünger ist „Rave“ eine Lebenseinstellung und fast schon ein politisches Statement. Auf jeden Fall umfasst es neben endloser Party auch Werte wie Toleranz, Liebe und Frieden. Und dagegen kann doch niemand etwas haben.

Zugleich ist das Motto natürlich auch ein Aufruf, die Mayday-Tradition auch über das 22. Jahr hinaus am Leben zu erhalten. Und dass eine Riesenparty wie die Mayday tatsächlich mehr als zwei Jahrzehnte lang besteht, ist ja durchaus eine Leistung, mit der viele Kritiker in den Anfangsjahren der Bewegung nicht gerechnet hätten. Eine Musik ohne Melodie, ohne Gitarren und ohne Stars – so die Ende der 1990er Jahre weitverbreitete Meinung – hat kaum eine Überlebenschance in der Popwelt. Doch Techno ist immer noch sehr lebendig.

Danny Avila

Ohne Stars kam allerdings auch das Elektronik-Business nicht aus. Und so ist das Lineup der diesjährigen Mayday wieder geprägt von zahlreichen Namen, die auch in den Anfangszeiten der Rave-Bewegung schon dabei waren. Allen voran natürlich der Überpapa der Szene Sven Väth und Mayday-Erfinder Westbam. Auch Carl Cox, die Acid Junkies, Loveparade-Gründer Dr. Motte und Mike Dearborn gehören zu den Schwergewichten früher Tage. Die mittlere Generation wird vertreten durch die Niederländer Armin van Buuren, Chris Liebing, den Recklinghäuser Phil Fuldner und das brasilianische Pet Duo. Von den insgesamt über 50 DJs, die fünf Areas bespielen werden, sind allerdings fast die Hälfte auch Mayday-Neulinge. Gesaffelstein aus Frankreich zum Beispiel und Danny Avila, der unter Fachleuten bereits als Shootingstar gehandelt wird.

Alles in allem also ein sehr rundes Lineup, das auch dem Publikum gerecht wird, das ja genauso seit Jahren aus Ravern der ersten Stunde und ganz jungen Techno-Anhängern besteht. Und alle wollen nur „Friede, Freude, Eierkuchen“ – ach, nee, das war eine andere Party.

mayday.de

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