Blind Guardian: Big in Japan

Nur wenige Metal-Bands hat coolibri über die vielen Jahre ihres Musizierens so begleitet wie Blind Guardian. Immerhin kommen die Powermetaller um Bassist und Sänger Hansi Kürsch ja auch aus der Region – zwischen Krefeld und Meerbusch, sind also neben Rage, Sodom und Kreator die Hausmetaller im coolibri-Verbreitungsgebiet.

Jüngster Anlass für ein Gespräch mit dem neben Gitarrist André Olbrich Gründungsmitglied und Kopf der Band, besagtem Hansi Kürsch, ist der 25. Bandgeburtstag, den die weit über die Grenzen ihrer Heimat und besonders im asiatischen Raum gefeierten Hardrocker mit einem Standard-Doppel- und Limited-3-CD-Album mit dem vielsagenden Titel MEMORIES OF A TIME TO COME zu zelebrieren gedenken. „Es war schon ein sehr spannendes Erlebnis, dem einen oder anderen Song neue Facetten abzugewinnen, ihm hier und dort eine andere Nuance zu verpassen und ihn so eigentlich neu entstehen zu lassen“, erzählt Hansi Kürsch. Neue Songs finden sich also nicht auf MEMORIES …, und dennoch klingen die neu eingespielten und neu abgemischten Tracks, obwohl von verschiedenen Alben aus verschiedenen Schaffensperioden von Blind Guardian stammend, hier sehr homogen.

Keinen Versuch unternommen hat Hansi Kürsch, um wenigstens einen Song von ihm im wohl kommenden The Hobbit-Soundtrack unterzubringen. „Beim „Herrn der Ringe“ hatte ich den Gedanken und war eigentlich kurz davor, es mit einem unserer Songs zu versuchen, so groß war der Reiz“, lacht der erklärte Tolkien-Fan, der immer wieder Anstöße für seine Arbeit im literarischen Werk des britischen Autor findet. „Mir war aber dann ziemlich schnell klar, dass ein Blind-Guardian-Song nicht in das Score-Konzept passen würde, und für den ‚Hobbit‘ habe ich erst gar nicht darüber nachgedacht“ – obwohl sich der „Bard Song – Hobbit“ vom 1992-er Album SOMEWHERE FAR BEYOND prächtig eignen würde.

DW

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