Schlüsselerlebnis: Lieblingsplatte Festival

Spielen "Ich-Maschine": Blumfeld | Foto: Frank Egel

So jung kommen wir nicht mehr zusammen: Zum zweiten Mal bringt das Lieblingsplatte-Festival Ikonen deutscher Popgeschichte mit ihrem wichtigsten Album auf die Bühne des zakk. Zwei der sechs der Bands haben sich längst augeflöst, aber eigens für diesen Anlass wiedervereinigt.

Vom 9. bis 16. Dezember wird die musikalische Vergangenheit aufgerollt: Sechs Bands unterschiedlicher Genres spielen das künstlerisch wertvollste Album ihrer Karriere in voller Länge. Den Auftakt machen Mouse On Mars mit ihrem zweiten Album „Iaora Tahiti“. Das Düsseldorfer Duo gehörte Mitte der 90er zu den Vorreitern der neuen Elektro-Schule und gilt bis heute als eines der innovativsten Musikprojekte.
Nach wie vor als Künstler aktiv ist auch Andreas Dorau, der 1981 als 16-Jähriger mit „Fred vom Jupiter“ einen der größten NDW-Hits landete. Eher Zufall als Kalkül, entstand die Nummer doch während eines Schulprojekts. „Blumen und Narzissen“ heißt der zugehörige Longplayer, der in Originalbesetzung zu Aufführung gelangt – Dorau und die Marinas, drei Mitschülerinnen, die damals zwischen 11 und 16 Jahre alt waren.

Referenzwerk des deutschen Sprechgesangs
Ein Wiedersehen gibt es mit Peter Hein, der nach seinem Ausstieg bei den Fehlfarben ziemlich schnell den Einstieg bei Family 5 fand. Jahrelang veröffentlichte die Band nur Singles und EPs, bevor mit „Resistance“ (1985) ihr erstes (und nach Meinung vieler ihr bestes) Album erschien.
Zu den Referenzwerken des deutschen Sprechgesangs gehört „Fenster zum Hof“ (1996), das einzige Album der Stieber Twins. Als Rap-Duo sind die Heidelberger Zwillinge zwar schon lange nicht mehr unterwegs, aber für das Festival lassen Martin „Marshall Mar“ und Christian „Luxus Chris“ die alten Zeiten noch einmal aufleben. Auch Blumfeld waren zehn Jahre nach ihrer Abschiedstournee zu einer Reunion bereit. Im Gepäck haben sie ihr Debüt-Album „Ich-Maschine“ (1992), eines der Frühwerke der Hamburger Schule.
Geladen sind zudem die Flowerpornoes, die mit ihrem Mix aus Folk und Psychedelic zu den stilprägendsten Bands der Alternative-Szene zählen. Wer „… red‘ nicht von Straßen, nicht von Zügen“ (1994) hört, versteht sofort, warum Frontmann Tom Liwa als einer der begnadetsten Singer/Songwriter des Planeten gilt.

Lieblingsplatte: 9.–16.12, zakk, Düsseldorf

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