Punk im Pott: Volxmusik und Punkrock

BU: Mimmis | Foto: Mimmis

Bald ist es wieder soweit: nach der alljährlichen Fresserei zur Weihnachtszeit bietet sich kurz vor Silvester wieder eine gute Gelegenheit einige Wohlstandskilos weg zu pogen. Den passenden Anlass dazu liefert die mittlerweile 15. Runde des Punk im Pott-Festivals.

Zu sehen gibt’s einerseits einige ältere und jüngere Legenden des deutschen Punkrocks wie etwa die Boskops, Normahl, Dritte Wahl, Rawside oder die Münchener Fun-Punk Veteranen Marionetz, andererseits sind mit den Barb Wire Dolls, Feine Sahne Fischfilet oder den Rogers einige weniger bekannte, aber dafür äußerst sehenswerte Bands dabei. Dem namensgebenden „Pott“ machen diesmal u. a. die Dortmunder Idiots und die Bochumer Hotel Energieball alle Ehre.

Für viele dürfte allerdings das „Mini-Festival im Festival“ die eigentlichen Headliner bieten. Nach der überraschenden Reunion der legendären Abstürzenden Brieftauben hat Veranstalter Alex Schwers das Original-Line-Up des „Festivals der Volxmusik“ zusammen getrommelt. Unter diesem Banner zogen in den neunziger Jahren die Brieftauben zusammen mit den Mimmis und Schließmuskel aus Hamminkeln durch die Lande. Das (Fun-)Punk-Dreigestirn bildet einen eigenen Programmpunkt beim diesjährigen PiP: „Die drei Bands werden auf jeden Fall hintereinander spielen und wenn alles klappt, gibt´s auch das Original-Banner der damaligen Tour und eine kleine Diashow mit Fotos aus der Zeit dazu“, meint Alex, der Schließmuskel übrigens eigens für diesen Anlass zu einer exklusiven Reunion bewegen konnte.

„Das bleibt aber eine einmalige Sache, weitere Konzerte oder neue Songs sind nicht geplant“, betont Schlaffke Wolff, seines Zeichens Sänger bei Schließmuskel, die auf dem Festival ihr 30-jähriges Bühnenjubiläum feiern werden. Ob die alten Songs nach den langen Jahren der Bühnenabstinenz noch sitzen? „So wie ich uns kenne, werden wir wohl erst im Dezember auf den letzten Drücker mit den Proben beginnen. Trotzdem, blamieren möchten wir uns natürlich nicht. Wir wollen einfach gemeinsam mit dem PiP-Publikum ein schönes Konzert haben. Ich denke, das wird schon irgendwie klappen“, ist Schlaffke optimistisch.

Um alle Zuhause gebliebenen zusätzlich neidisch zu machen, hat sich Alex dieses Jahr auch noch eine neue Aktion einfallen lassen: „Wir haben wunderhübsche Postkarten drucken lassen. Man kann für 1 Euro inklusive Briefmarke seiner Mama jetzt vom Festival aus Neujahrsgrüße nach Hause schicken.“ Sympathische Idee, die das ohnehin schon irgendwie „familiäre“ Festival weiter in Richtung Mini-Urlaub rückt.

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