Punk im Pott mit Eisenpimmel

Hör auf mit dem Gewackel

sangen die Duisburger Kulturpunks von Eisenpimmel einst und meinten damit das merkwürdige, zuckende Tanzgebaren der Techno-Jünger. Ausgerechnet an einem Ort, der auch Freunden der elektronischen Musik ein Begriff sein dürfte – die Oberhausener Turbinenhalle – werden die Herren um Mastermind Siggi Katlewski und Sängerin Bärbel Rotzky nun dieses Jahr ihre Aufwartung machen. Zusammen mit den mächtigen Kassierern und den Mülheimer Lokalmatadoren bilden sie das Dreigestirn des diesjährigen Punk im Pott!

Das mittlerweile größte überdachte Punkfestival Deutschlands macht dem „Pott“ in seinem Namen diesmal alle Ehre, denn neben der erwähnten assigen Dreifaltigkeit des Ruhrpott-Punk werden sich auch die RWO-Fans von Emscherkurve 77, die Duisburger Dödelhaie und die „Wahlduisburger“ von Operation Semtex hier die Bierflasche in die Hand geben. Aber auch international ist das „Fest nach dem Fest“ mit Bambix aus den Niederlanden und den City Rats aus Israel gut aufgestellt. Außerdem holen die mittlerweile legendären Londoner Cockney Rejects ihren Gig, der beim „Schwesterfestival“ Ruhrpott Rodeo im Sommer leider ausfallen musste, beim Punk im Pott nach. Zusammen mit Sham 69, die mit ihrem Hit „If The Kids Are United“ eine der größten Hymnen der Punk-Bewegung geschrieben haben, werden also zwei Legenden des (Oi-)Punk die Bühne entern.

Ebenfalls Legende, mittlerweile aber mit neuem Album wieder schwer auf Tour, sind auch Slime, in der auch „Punk im Pott“-Veranstalter Alex trommelt. Ihren Tourabschluss haben sie auf das Festival gelegt. Dass hierbei keine Kehle trocken bleibt, sollte klar sein – glücklicherweise gibt’s ja einen Shuttleservice von und zum Oberhausener Hauptbahnhof.

Neben der ganzen Musik wird es auch wieder einiges an Platten und Klamotten zu durchstöbern geben, denn auch dieses Jahr werden unter anderem die umtriebigen Ruhrpott-Labels Plastic Bomb und Rilrec ihre Waren unters feiernde Volk bringen. Wer nicht nach Hause möchte oder kann, dem sei Folgendes ans Herz gelegt: Um Alkohol- und übermutbedingten Schlafaktionen in irgendwelchen Vorgärten oder Firmenparkplätzen vorzubeugen, ist es beim Punk im Pott möglich, gemeinsam in der Halle zu übernachten! Allerdings auf eigene Gefahr. Es sollen schon Leute mit Klobürsten in der Hand schreiend durch die schlafende Menge gerannt sein. Alles Gerüchte? Wer weiß, jedenfalls seien 500 in Embryonalstellung schlafende Punks laut Veranstalter Alex ein sehr schönes Bild!

Der VVK sollte übrigens in Anspruch genommen werden, da es an der AK eng werden könnte!

www.punkimpott.de

 

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