Papa Roach: Ohne viel Klimbim

Wie etliche andere Bands, die schon seit Jahren im Rockgeschäft unterwegs sind, haben auch die vier Kalifornier mittlerweile ihre eigenen vier Studiowände: Dort in Sacramento entstand denn auch die siebte Scheibe des hart rockenden Quartetts, das dereinst auszog, mit den Kollegen von Limp Bizkit und Linkin Park die Großarenen zu erobern.

Nun ist es im coolibri-Revier „nur“ die Oberhausener Turbinenhalle geworden. Warum es die Mannen um Gitarrist Jerry Horton nicht in die Fred-Durst- und Chester-Bennington-Liga geschafft haben, darüber darf spekuliert werden. Sicher sind Papa Roach und ihr Sound nie so facettenreich experimentell gewesen. Und bestimmt sind Sänger Jacoby und seine drei Mitmusikanten nicht die schillernd extrovertierten Persönlichkeiten wie Wes Borland oder Mike Shinoda.

Das neue Album des Vierers ist für all dies Beleg genug: Da wird unverkennbar solide in Papa-Roach-Manier gerockt, die Songs sind unspektakulär, bieten aber für jene Rockfans, die keinen Wert auf schnörkeliges Gedöns legen und die ein oder andere Linkin/Bizkit-Scheibe als zu verkopft ansehen, immer noch Nu Metal (mit diesem Etikett waren Papa Roach ja mal versehen) von bester Qualität.

„Unser Songwriting hat sich von Album zu Album verbessert, aber ein Freud von Spielereien waren und sind wir nun mal nicht – und werden es auch nicht mehr werden“, bekennt Gitarrist Jerry Horton sehr freimütig: „Wer das sucht, dem wird auch THE CONNECTION nicht gefallen“, ist sich der Saitenmann sehr sicher. „Wir wissen aber, dass wir gerade in Europa und in Deutschland mit unserem Sound viele Rockfans erreichen, gerade weil sie sich auf Papa Roach verlassen können. Wir sind immer noch still ,swinging’, wie wir in einem der neuen Songs von uns behaupten!“

Am 6.12. treten Papa Roach als Support von Stone Sour in der Turbinenhalle, Oberhausen auf.

Album Teaser: Papa Roach - The Connection

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6.12. Turbinenhalle, Oberhausen

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