Kilians: Auf Abschiedstournee

Kill The Kilians taufte eine deutsche Band ihr Debütalbum im Jahre 2007. Sieben Jahre später machen sie sich selbst den Gar aus, sieben Jahre, in denen die fünf Dinslakener rund um Simon den Hartog von den Kritikern gefeiert wurden, de facto dennoch nie zu wirklich großen Ruhm gelangen konnten. Daher auch der Wechsel vom Major- zum Independent Label. Trotz allem waren die Kilians eine der wenigen deutschen Bands, der man einen internationalen Sound zuschreiben konnte. Musikalisch ging es meist blues-rockig (Enforce Yourself), gerne aber auch ruhiger zu (Not Today).

Die Jungs sind mit ihrer Musik gewachsen oder andersherum – je nachdem, wie man es betrachten mag. Immerhin ist Frontmann Simon den Hartog mittlerweile junger Papa und drei der Bandmitglieder fassten den Entschluss ein Studium aufzunehmen. Bassist Gordian Scholz ist diplomierter Psychologe. Die Lebenswege der Bandmitglieder veränderten und entwickelten sich weiter – so sehr, dass nach Aussagen der Musiker keine Zeit mehr für gemeinsame Projekte blieb. Die logische Konsequenz: eine Trennung.

Es ist schade um diese Band, die sicher noch einiges zu erzählen gehabt hätte. Aber wer weiß, vielleicht heißt es irgendwann wieder Do It Again. Glücklicherweise verschwinden die Kilians nicht einfach ohne eine ausgiebige Abschiedstournee aus den Musikboxen. Im Dezember treten die „deutschen Strokes“ ein letztes Mal in NRW auf auf.

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