Klanglandschaften: Nach der Revolution

Schmelztiegel der Rhythmen

Klanglandschaften Afrika & Orient

Unter dem Titel „Klanglandschaften Afrika & Orient“ holt das Theater an der Ruhr Künstler verschiedener afrikanischer und nahöstlicher Länder ins Ruhrgebiet. Für Tunesien markieren am 7. November Nasreddine Chebli und das sechsköpfige Ensemble Tatbîl einen musikalischen Haltepunkt der Reihe. Sie kombinieren Percussions mit tunesischer Flöte, Zokra sowie Gesang und werden zum Schmelztiegel städtischer und ländlicher, religiöser und weltlicher Rhythmen.

Die junge tunesische Regisseurin Meriam Bousselmi hingegen zeichnet einen Tag später mit „Sabra“, einem bilderstarken Musiktheaterstück anhand aktueller Ereignisse alltägliche Konfliktlinien im tunesischen Gesellschaftsalltag nach. So versuchte etwa eine Studentin einen Salafisten daran zu hindern, auf dem Dach der Universität in Tunis die Nationalflagge durch eine islamistische zu ersetzen. Kunst und Religion kämpfen derzeit in Nordafrika um Freiheit und Pfründe. „Weil es für viele Künstler auch ökonomisch so schwierig geworden ist, dort frei zu arbeiten, lag uns viel daran, diese Zusammenarbeit zu ermöglichen“, betont Kurator Rolf C. Hemke.

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