Trio an zwei Tellern

Drei Herren vom Plattenteller: KIT Boys | Foto: Michael Dimitrov

Der Donnerstagabend gehörte schon immer ihnen: Altmeister Bruce Robertson legte im Quartier Bohème auf, Mayo Velvo zum „Sundowner“ in der KIT Bar und Vinylprediger Haru Specks alias Diethelm Kröhl in der Bar Cherie. Jetzt können Düsseldorfer die drei DJs gemeinsam erleben, wenn die KIT Boys zum stilvollen Loungen einladen.

„Die Musik ging genauso gut runter wie der Wein“, lobt Bruce die Sets von Mayo und ist auch nicht um Wertschätzungen für den Dritten im Bunde verlegen: „Als ich Haru gelauscht habe, dachte ich: Ja, lange nicht mehr gehört. Das gibt es immer noch auf Vinyl?“ Aus dem gegenseitigen Beschnuppern wuchs die Idee zu einem Musikkonzept für jenes Publikum, das nicht nur am Wochenende ausgeht, sondern auch in der Woche. Genussmenschen, die Wein und Fingerfood wertschätzen und einen guten Musikgeschmack haben. Das Programm des Triumvirats trägt das Prädikat „playing different“: „Es ist Musik von Kennern zum Kennenlernen“, wie Haru erläutert. „Die Musik, die wir auflegen, kennen wir wirklich schon lange. Und wir kennen die Hintergründe.“

In der KIT-Bar habe dann am ehesten die Möglichkeit bestanden, das zu dritt zu machen, ergänzt Mayo. Bei Gastronom Achim Spyra traf das Konzept des Trios auf offene Ohren – die KIT Boys waren geboren!

Nachdem die ersten drei Auftritte der Drei für Andrang auf der Terrasse sorgten, sollen die Aufleger nun auch im Herbst im Inneren der KIT-Bar Entspannung garantieren. Bruce verspricht Smooth Jazz, Souliges und Ibiza-Lounge mit Gitarren, aber ohne harte Beats. Mayo bereichert die Klanglandschaft mit französischen und weltmusikalischen Songs sowie E-Swing. Haru nimmt das Motiv des Flusses auf: zeitlos, langsam zu Beginn, schneller zum Sonnenaufgang hin. Kein Set wird vorher abgesprochen – so entsteht eine spontane Frische. Im Mittelpunkt stehen das Publikum und seine Entschleunigung.

Konzertreviews

Konzert | Dagewesen | Bochum

Fotostrecke: Emil Bulls in Bochum

La Confianza eröffneten mit viel Power den gestrigen Abend. An early [mehr...]
Konzert | Dagewesen | Köln

Konzertkritik: Bonaparte im Kölner Gloria

Spritzendes Blut, entblößte Körper, groteske Kostüme – über die Live-Shows [mehr...]
Konzert | Dagewesen | Düsseldorf

Konzertkritik: Sohn beim New Fall Festival in Düsseldorf

Schon von weitem strahlt sie dem Besucher im Nachthimmel angeleuchtet [mehr...]
Konzert | Dagewesen | Düsseldorf

Konzertkritik: London Grammar in der Tonhalle Düsseldorf

Der Ausdruck „Gemischte Gefühle“ bringt den Abend in der Düsseldorfer [mehr...]
Konzert | Dagewesen | Düsseldorf

Konzertkritik: Yann Tiersen im Kölner Gloria

Bekanntheit und Ruhm erlangte Yann Tiersen vor einigen Jahren durch die [mehr...]