Olly Murs: Dance With Me Tonight

In England ist der smarte X-Factor-Gewinner längt so eine etablierte Marke wie bei uns Lena-Meyer Landrut. Doch seit seinem Hit „Heart Skips A Beat“ wird Olly Murs auch von Flensburg bis zum Bodensee immer beliebter. Nach einer Tour im Vorprogramm von Robbie Williams macht der sympathische Manchester-United-Fan nun solo die Bühnenbretter unsicher.

„Die Tour mit Robbie war fantastisch. Das ist vielleicht nur damit zu toppen, als ich mal Gastsänger bei Madness auf dem britischen V-Festival war. Eine Version von ihrem Song ,My Girl’ spielten wir dort.“ Olly Murs schmunzelt zu Recht, seine Karriere läuft derzeit steil nach oben. Dabei kommt er aus kleinen Verhältnissen und hat nicht immer auf der Sonnenseite gelebt. Mit Anfang zwanzig arbeitete Murs als Telefonist in einem Callcenter: „Diese Zeit möchte ich echt nicht missen“, sagt er, „manchmal sehne ich mich sogar ein bisschen danach zurück, ein geregeltes Leben zu führen, was morgens um neun Uhr beginnt, und am Nachmittag um 17 Uhr endet.“


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Auf die Frage, wer seine großen Idole sind, antwortet er überraschend: „Ich möchte hier den britischen Musikmogul und TV-Produzenten Simon Cowell nennen, der eine unglaubliche Karriere hingelegt hat. Außerdem bewundere ich David Beckham sehr, weil er neben seinem Engagement als Sportsmann auch in diversen anderen Geschäftsfeldern aktiv ist.“ Fußball ist ein gutes Stichwort – Murs hat die Bundesliga fest im Blick: „So wie sich Borussia Dortmund in den letzten Jahren den Weg von der Fast-Pleite ins diesjährige Finale der Champions League geebnet hat, das ist wirklich bemerkenswert – gerade wenn man zusätzlich bedenkt, dass der Finalgegner Bayern München ja auch aus Deutschland stammt. Wenn man sich dann noch vor Augen führt, wie in Dortmund Spieler wie Shinji Kagawa oder Mario Götze ausgebildet werden – mein Gott, davor kann man nur den Hut ziehen.“

Popmusik darf unerwartet und vielfältig sein

Neben der Liebe zum runden Leder steht natürlich die Liebe zur Musik immer im Vordergrund. Olly, der übrigens einen Zwillingsbruder mit Namen Ben hat, schildert das so: „Ich bin stets auf der Suche nach neuen Einflüssen. Wahrscheinlich werde ich mich nie komplett vom Reggae verabschieden, sondern immer mal wieder mal auf dubbige Bass-Linien und Off-Beats zurückgreifen – Songs wie ,Please Let Me Go’ oder ,Troublemaker’ sind in meinem Repertoire eine Art Markenzeichen geworden. Natürlich darf da auch ,Heart Skips A Beat’ mit seinem Rave-Flair nicht fehlen oder ,Dance With Me Tonight’ mit den klar identifizierbaren Motown-Bezügen. Es ist mir ganz wichtig, mich schrittweise weiterzuentwickeln und meinen Output zu variieren. Popmusik darf unerwartet und vielseitig sein!“

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