Daughter: Bittersüß

| Foto: Stacey Hatfield

Bittersüß und gleichzeitig ungeahnt energetisch bauen sich die Synthie-Pop-Melodien von Daughter auf. Immer wenn Elena Tonras zerbrechliche Stimme davon zu schweben scheint, wird sie durch einen schwer-melancholische Melodie an der Gitarre zunächst geerdet und dann mit elektronischen Effekten wieder in den Raum geschossen. Die klangliche Nähe zu The XX ist dabei kein Zufall, denn auch hier hatte Produzent Rodaidh McDonald seine Finger mit im Spiel. Ebenfalls bittersüß sind die gesungenen Zeilen „setting fire to our insides for fun, collecting names of the lovers that went wrong.“ Zwischen grenzenloser Romantik und schonungslosem Realismus hin und her pendelnd, treffen die drei Londoner den Nerv einer ganzen Generation.

Wer sich in NRW den träumerischen Melodien von Daughter an einem Novemberabend hingeben möchte, bekommt dazu im Kölner Gloria die Chance. Ansonsten werden nur noch Hamburg, Berlin und München bei der großen Europatour zum aktuellen Album „If You Leave“ berücksichtigt. Das gehört übrigens zu den wenigen Debütalben, die tatsächlich mit Spannung erwartet worden. Zuvor hatte sich Daughter mit der kostenlosen EP „The Wild Youth“ und einem Song auf dem Soundtrack zu Grey's Anatomy bereits einen Namen bei der englischsprachigen Musikpresse gemacht.

If You Leave im Stream

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