The Great Faults: Duo mit vier Fäusten

Die aus Mülheim stammenden Great Faults sind derzeit einer der heißesten Acts im Ruhrgebiet. Ihr aktuelles Album „Coming Back Soon!!!“ ist eine echte Empfehlung – hier wird auf herzerfrischende Weise Indierock mit großer Lässigkeit und viel Enthusiasmus praktiziert.

Wie die Black Keys, die White Stripes oder die Kills sind die beiden Mülheimer Martin Arlo Kroll und Johannes Woodrow Wagner ein Duo, das sich mit Haut und Haaren der Musik, in ihrem Fall dem Slacker-Gitarrenrock zwischen Pavement und Death Cab For Cutie verschrieben hat. „Die Duobesetzung war von Anfang an Konzept“, erklärt Bandchef Martin, „es macht nicht nur alle organisatorischen Punkte einfacher. Es macht einfach unheimlich viel Spaß, sich beim Spielen zu zweit die Bälle hin und her zu werfen.“ Zwischen eingängigen Melodien und formidablen Gitarrenexzessen ist es vor allem der bestechend schöne Gesang von Sänger Martin, der den Zuhörer packt und nicht mehr loslassen will.

Sein Idol kommt musikalisch zwar aus einer anderen Richtung, doch geographisch aus unmittelbarer Nähe seiner Heimatstadt: „Helge Schneider ist für mich der größte Künstler Deutschlands. In meinen Augen ist es nicht in erster Linie sein Humor, der ihn so großartig macht, sondern wie er Kunst als Sprachrohr benutzt. Er macht deutlich, dass man mittels Musik, Filmen, Malen, Büchern oder Tanzen mehr aussagen kann als mit Sprache.“

Die Songs von The Great Faults entstehen scheinbar im Handumdrehen: „Wir jammen auf Melodien herum und mein Unterbewusstsein lässt mich spontan erst einmal irgendwas dazu singen. Beim genaueren Betrachten macht es fast immer Sinn, was dabei herauskommt. Falls es mal keinen Sinn ergibt, dann nennen wir es künstlerische Freiheit.“

Die Öffentlichkeitsarbeit läuft dabei für das sympathische Duo wie am sprichwörtlichen Schnürchen: „Die Anfragen steigern sich von Konzert zu Konzert. Wir spüren da einen Schneeballeffekt, einen natürlichen Prozess: Je häufiger wir Publikum für uns gewinnen, desto mehr spricht es sich herum, dass es sich lohnt, ein Konzert von uns zu besuchen.“

 

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