Intergalactic Lovers: Gelebte Gleichberechtigung

| Foto: Guy Kokken

Bei der belgischen Band Intergalactic Lovers herrscht Gleichberechtigung. Deshalb gab es, als sie vor einigen Wochen in der coolibri-Redaktion zu Gast waren, prompt eine kurze Diskussion: Darüber, ob es bei musikalischen Entscheidungen „demokratisch“ zugehe, oder nicht. Der Konsens wurde schnell erreicht: „Wenn jemand etwas an einem Song nicht mag, dann spielen wir ihn nicht.“


Tickets für die Intergalactic Lovers gibts im coolibri-Ticketshop.


Vielleicht bestanden die nach einem Gig in Bremen zuerst eingetrudelten Musiker Raf De Mey (Bass) und Maarten Huygens (Gitarre) deshalb darauf, mit dem Gespräch zu warten, bis auch Lara Chedraoui (Gesang) und Brendan Corbey (Drums) angekommen waren. Immerhin halten die Vier es schon eine ganze Weile miteinander aus: Was vor zehn Jahren in lockerer Session-Atmosphäre begann, wurde 2008 „ernster“, wie De Mey betont. Das Klanggefüge festigte sich, die Bandkonstellation und ein Name standen fest. Die Mission: Ein eigenes Album sollte her.

Das erste Exemplar, „Greetings & Salutations“, wurde komplett selbst finanziert. Neben Uni und Job probten die Musiker „mehr als vorher“, wie sie schmunzelnd erzählen. Bereits ein Jahr nach ihrem Zusammenschluss ergatterten sie zwei der wichtigsten Nachwuchspreise Belgiens. Die Medien überschlugen sich, verglichen die Band mit Feist, PJ Harvey und den Yeah Yeah Yeahs. Fernab von derlei Vergleichen beschreiben die vier Intergalaktischen ihre Musik als „atmosphärischen Indie-Pop“. Düstere Klänge vermischen sich mit eingängigen Beats, einer stets malerischen Bassline und rhythmischer Gitarre. Über allem schwebt Lara Cherdaouis klare und geheimnisvolle Stimme. Die düsteren, fast mystischen Texte schreibt die 28-Jährige zum größten Teil selbst. Die anderen müssen aber selbstverständlich immer einverstanden sein. Mit „Greetings & Salutations“ sind schließlich alle zufrieden. Auch die Zuhörer: Das Album erreichte in der belgischen Heimat bereits Goldstatus, schon 2011 waren sie dort „Breakthrough Act of the Year“.

Mehr Musik Features

Musik, Konzert

Metal im Gotteshaus: In Flames spie...

Schweden ist so eine schöne Musikfabrik: ABBA, Ace of Base oder Avicii [mehr...]
23.3. Christuskirche, Bochum
Musik, Konzert

Maskiertes Duo: Genetikk in Oberhau...

Das Saarland ist zwar nicht gerade als Brutstätte der Rapmusik [mehr...]
15.3. Turbinenhalle, Oberhausen
Musik, Konzert

coolibri präsentiert: New Model Arm...

Schon immer saßen New Model Army zwischen allen möglichen Genre-Stühlen [mehr...]
18.3., FZW, Dortmund

Greetings & Salutations

Konzertreviews

Sport

Fotostrecke: Wrestling in Düsseldorf!

Schweiß, Muskeln und Spandex: Am 22.2. kamen die Stars von World Wrestling [mehr...]
Düsseldorf

Fotostrecke: Disturbed in Düsseldorf

Feuer und Flamme! Hier sind unsere schönsten Eindrücke von Disturbed, die [mehr...]
Konzert | Düsseldorf

Fotostrecke: Avenged Sevenfold rocken Düsseldorf

Lauter waren Donnerstagabende selten - gut, außer beim Germanys Next [mehr...]
Konzert | Köln

Fotostrecke: Kings of Leon in Köln

Die Kings of Leon - fantastisch seit dem ersten Album! Ihren neusten [mehr...]
Konzert | Bochum

Fotostrecke: Biffy Clyro im RuhrCongress

Lange Haare, schreiende Gitarren und literweise Männerschweiß - Biffy Clyro [mehr...]