Westfalenpark Dortmund: Pop im Park

Xavier Naidoo | Foto: Live Modus

Es wird laut am Florianturm: Mit Sunrise Avenue, Xavier Naidoo und Seeed rocken an drei aufeinander folgenden Abenden echte Mega-Acts den Westfalenpark in Dortmund. Die Karten für die Konzerte im Park finden derzeit reißenden Absatz. Deshalb steht mit Max Herre im September bereits der nächste Knaller in den Startlöchern.

Der Westfalenpark an der B1 ist die grüne Oase Dortmunds. Die vielen Gärten, Spielplätze und die große Festwiese machen den 70 Hektar großen Park zum beliebten Ausflugsziel für Familien und alle, die sich vom Alltagsstress erholen wollen. Aber nicht nur chillen oder spazieren gehen sind eine Option. Verschiedene Veranstaltungen vom Flohmarkt über das Lichterfest bis hin zum Open-Air-Kino und dem Juicy-Beats-Festival machen das Gelände rund um den Florianturm zum Publikumsmagneten.

Mit den Konzerten im Park setzt die Konzertagentur Livemodus jetzt noch einen drauf und holt echte Top-Stars nach Dortmund. 2012 war es Clueso, der vor 15 000 Besuchern im Westfalenpark beeindruckte. Letztes Jahr kollidierten bei Xavas vor ähnlich beeindruckender Kulisse Gangster-Rap mit Herzschmerz und Soul. Im August folgt nun das Super-Wochenende mit Sunrise Avenue, Xavier Naidoo und Seeed. „Der Westfalenpark hat ein einfach ein tolles Ambiente, und mit der großen Wiese am Hang entsteht ein geniales Panorama, das für große Konzerte wie geschaffen ist“, berichtet einer der Geschäftsführer von Livemodus, Frank Nagorny. „Außerdem ist die Anbindung und Infrastruktur total super. Wir hatten uns bereits im letzten Jahr noch mehr Konzerte in Dortmund gewünscht. Deshalb freuen wir uns sehr, dass wir dieses Jahr ein ganzes Wochenende auf die Beine stellen konnten.“

Casting-Juroren auf der Bühne

War übrigens auch schon The Voice-Juror: Max Herre | Foto: Eric Weiss

Mit Sunrise Avenue ist zum Auftakt des Konzert-Marathons erstmals ein internationaler Act am Start. Es vergehen eigentlich keine zehn Radio-Minuten, ohne dass ein Hit der mit zahlreichen Platin-Schallplatten behangenen finnischen Poprocker gespielt wird. Auch in Dortmund wird das Quartett um den charismatischen Frontmann und „The Voice Of Germany“-Juror Samu Haber seine Songs mit Unterstützung von mehreren tausend Kehlen zum Besten geben.

Weniger rockig, aber nicht minder emotional und vor allem erfolgreich ist Xavier Naidoo. Zuletzt hatte der Schnulzen-König und Sommermärchen-Besinger durch die Show „Sing meinen Song“ ein bisschen frischen Wind in das Format-Fernsehen gebracht. Außerdem schallt das gleichermaßen energische wie gewöhnungsbedürftige „Bei meiner Seele“ allerorten durch den Äther. Bevor Naidoo mit der Gefühlskeule schwingt, tritt übrigens Gregor Meyle auf. Der hat bei einer Stefan-Raab-Castingshow mal den Zweiten gemacht und durfte auch bei der Sendung mit dem Xavier mitsingen.

Fox und Joy und Co.

Sonntag macht es dann Bling, Bling und alles ist vergessen, inklusive sämtlicher gesellschaftlicher Konventionen, die ausgelassenes Tanzen und Twerken in der Öffentlichkeit sonst verhindern. Seeed sind pünktlich zur Festival-Saison von ihrer Tour durch Mittel- und Südamerika zurück und haben neben dem gewohnten Reggae-Vibe vielleicht sogar ein bisschen Samba über den Teich gerettet. Auf jeden Fall hat der Elfer die neue EP „Cheery Oh“ im Gepäck. Die gleichnamige Single ist übrigens ein alter Reggae-Klassiker von Eric Donaldson, dem die Berliner Jungs neues Leben eingehaucht haben. Die Live-Energie von Peter Fox und seinen Mannen ist ohnehin legendär und der angemessen explosive Abschluss des Mammut-Wochenendes damit gesichert.

Wer keine Tickets mehr ergattern kann, sollte sich nicht grämen, sondern sputen. Max Herre kommt im September in den Park. Mit dabei ist das Kahedi Radio Orchester, mit dem der sanfte wie feingeistige Schmuse-Rapper auch sein bekanntes Unplugged-Konzert eingespielt hat. Und was wäre der Max ohne seinen Freundeskreis – deshalb hat er die Joy, den Afrob sowie den Megaloh und die Grace auch gleich eingeladen. Es werden zwar nicht ganz so viele Leute auf der Bühne stehen wie bei Seeed, fett wird es allemal.

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