Trivium: Art for the Metal!

Das halbe Dutzend ist bald voll: Während Trivium Anfang der Nuller Jahre noch als Newcomer galten, bringen Sie im Herbst ihr bereits sechstes Studioalbum „Venegeance Falls“ heraus. Ein paar Kostproben werden sie Anfang August nicht nur auf dem Wacken Open Air präsentieren, sondern auch bei ihrem Club-Konzert in der Bochumer Matrix.

Mit Metal-Größen wie Iron Maiden, Ozzy Osbourne oder Slipknot sind Trivium schon getourt. Die Gastspiele mit Metallica haben sie in besonders guter Erinnerung. Sänger und Gitarrist Matt Heafy gerät ins Schwärmen: „Kirk Hammett kam zu uns, um mit uns abzuhängen. Er hat uns sogar zum Essen eingeladen; Lars Ulrich hat uns zu Partys mitgenommen. Doch als wir ihre Live-Show direkt vom Bühnenrand aus verfolgen konnten, ist für uns ein Traum wahr geworden!“

Bei aller Schwärmerei kümmert sich Heafy jedoch in erster Linie um Trivium. Er überlegte sich gründlich, welche Richtung der neue Longplayer einschlagen sollte: „Ich lasse mich inzwischen viel mehr von Filmen inspirieren, als von Musik. Zu meinen bevorzugten Filmemachern gehören David Lynch, Lars Von Trier, Paul Thomas Anderson oder Christopher Nolan.“ Auch die Bilderwelten der Trivium-Videoclips sind sehr exquisit ausgesucht: Beim Song „In Waves“ (vom vorherigen Album) wurde ein düsterer „Herr der Ringe“-Look verwendet; das Szenario spielt in dunklen Kerkern oder auf grauen Endzeitschauplätzen, die mit einer Vielzahl von Spezialeffekten bearbeitet worden sind.

Gerade das Visuelle inspiriert den Sänger: „Nach einem Besuch im Louvre vor ein paar Jahren habe ich angefangen, mich viel intensiver mit den Aspekten von moderner Kunst zu beschäftigen. Manchmal scheint es ja so, dass diese Formsprache ihre eigenen Gesetze hat.“ Die Inspiration der Kunst hat auf dem neuen Album ein formidables Gegenstück gefunden, denn hier ist das große Besteck aufgefahren worden: Markante Riffs, melodische Soli, galoppierende Doublebass-Einlagen, Mitsingparts, bildreiche Lyrics und Melodien mit dem gewissen Pathos-Touch sind die auffälligen Trademarks. Die Band wiederholt weder die Vergangenheit, noch mangelt es an abwechslungsreichen neuen Ideen.

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Reinhören: Trivium - In Waves

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