The Gaslight Anthem: Jersey an der Ruhr

The Gaslight Anthem sorgen am 20. August für ein rockendes Highlight beim Zeltfestival Ruhr. Das Quartett aus New Jersey hat seit dem Erscheinen auf der Bildfläche 2007 einen beeindruckenden Werdegang hingelegt: Brian Fallons Texte werden weltweit mitgesungen, Zeilen aus den Songs landen als Tattoo auf den Körpern der Fans.

Mit The Gaslight Anthem haben die Macher des Zeltfestival Ruhr eine der angesagtesten Rockbands der letzten Jahre an den Kemnader See gelockt. Ganz in der Arbeiterklasse-Tradition ihrer Heimat New Jersey hat sich die Band von Tellerwäschern (symbolisch der zur Legende gewordene Auftritt in einem Münsteraner Dönerladen 2007) zu Beinahe-Millionären (ausverkaufte Hallen weltweit) hochgespielt.

War das 2007er Debütalbum „Sink Or Swim“ noch ein Geheimtipp, bekam „The `59 Sound“ 2008 immer mehr Aufmerksamkeit, „American Slang“ (2010) und das letztjährige „Handwritten“ erreichten schließlich das Radio und die breite Masse.

Aus chaotischen Punkshows in kleinen Clubs mit gerissenen Saiten und auf die Bühne fallenden Fans sind mittlerweile große Rockkonzerte mit durchdachter Lichtshow und wechselnden Riesenbannern als Bühnendeko geworden. War man 2007 noch völlig von den Socken, dass überhaupt Leute mitsangen, gibt es mit den 45 RPM Club mittlerweile eine organisierte Anlaufstelle für Fans. Für einen volleren Sound wurde mit Ian Perkins ein zusätzlicher Gitarrist für Auftritte verpflichtet. Und auch eine ganze Entourage an Helfern und Management steckt mittlerweile hinter The Gaslight Anthem, um den Wirbel, den die Band verursacht hat, überhaupt stemmen zu können.

Und inmitten des Dauer-Tourens kündigt sich für 2014 bereits ein neues Album an. Frontmann Brian Fallon schreibt im Tourbus fleißig an neuen Songs, die nach eigenen Aussagen von Bob Dylan, Neil Young und Led Zeppelin seien. Vielleicht bringen die selbsternannten Jukebox Romeos beim ZFR sogar ein oder zwei unveröffentlichte Neuheiten auf die Setlist, die mit schnellen Vier-Akkorde-Krachern, bluesigen Midtempo-Nummern und auch der einen oder anderen Ballade mittlerweile ganze Familien in die Hallen lockt: die Kinder mit The-Gaslight-Anthem-Zitaten auf dem Unterarm, den Springsteen-vergötternden Vater und Mama, die die Singles aus dem Radio kennt.

Konzertreviews

Konzert | Dagewesen | Köln

Konzertkritik: Ben Howard im Kölner Palladium

Ben Howard, das ist dieser freundlich, gut gelaunte, irgendwie unaufgeregte [mehr...]
Konzert | Dagewesen | Essen

Fotostrecke: Bosse in der Essener Lichtburg

Bosse mit Streichern und Bläsern? Ja, der Axel kanns! In der Essener [mehr...]
Konzert | Dagewesen | Oberhausen

Konzertkritik: Maybeshewill im Oberhausener Druckluft

Das Druckluft in Oberhausen liegt verlassen und ein wenig verwahrlost auf [mehr...]
Konzert | Dagewesen | Köln

Konzertkritik: Klaxons und Fenech Soler im Luxor

Es ist noch nicht besonders voll und leider auch gar nicht warm als ich das [mehr...]
Konzert | Dagewesen | Düsseldorf

Konzertkritik: Ed Sheran in Düsseldorf

An diesem Abend hat es Ed Sheeran geschafft, der großen Halle des ISS Dome [mehr...]