Momofoko: Dance to the Music!

Mit Zutaten wie Disco, Indierock, elektronischen Sounds, Funk und Italo-House erschien vor vier Jahren die Debüt EP „Not Now! Now?“ vom schwedischen Kollektiv Momofoko. Mittlerweile sind die Shoegazer- und Rock-Einflüsse fast vollständig verschwunden, die Konzerte der siebenköpfigen Band sind ausdauernde Dancefloor-Partys mit großem Wohlfühlfaktor.

Mit echten Funk-Gitarren, Vocoder-Stimmen, lebendigen Schlagzeugparts und einem extrem flotten Synthiepop-Drive sind Momofoko dem Retro-Disco-Revival ganz dicht auf den Fersen. Ihr lockeres Album „Movement“ wurde im März dieses Jahres veröffentlicht.

Die kreative Musiker-Gemeinschaft Momofoko stammt aus Malmö. Ihre Heimatstadt hat sich von einer ehemals strukturschwachen Industriestadt zu einem spannenden Hot Spot entwickelt. Im Hafenviertel dieser Hansestadt trafen sich die Band-Mitglieder einst in einem Laden mit dem Namen „The Finska Vinterkriget“ auf ein paar Drinks: „Wir haben einen kreativen Neuanfang gesucht und wollten einen neuen, modernen Disco-Sound erschaffen“, so sagt die Band einhellig, „der elektronische Sounds und organische Instrumente verbindet. Wir alle teilen die Liebe zur Clubkultur und möchten Musik für die Tanzfläche kreieren, die die unterschiedlichsten Einflüsse offenbart.“

Einen denkwürdigen Auftritt absolvierte die Band vor einiger Zeit in Mecklenburg-Vorpommern: „Wir waren unterwegs in Rostock“, erinnert sich Drummer Jens Svensson, „und spielten dort eine Show in einem kleinen Venue. Nach dem Konzert trafen wir in einer Disco einen DJ. Der lud uns ein und wollte, dass wir am nächsten Tag in einer anderen Location spielen. Wir hatten einen Day Off und haben uns überreden lassen. Die Überraschung folgte, denn der Veranstaltungsort war ein altes Steinhaus, das aussah, als wäre es kurz vorher bombardiert worden. Die Wände waren baufällig, fast alle Türen und Fenster zertrümmert. Doch plötzlich war alles wie von Geisterhand organisiert: Um ein Uhr nachts platzte die Bude aus allen Nähten, weil auf einen Schlag 300 Leute auf der Matte standen und wie verrückt tanzten, als gäbe es keinen Morgen danach!“

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6.2., 20.2., 5.3., Zentrum Altenberg, Oberhausen

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