Die Fantastischen Vier: Ein Tag am Kemnader Meer

Vom Hocker gerissen | Foto: ZFR / Enrico Karolczak

Ausverkaufte unplugged-Show beim Zeltfestival Ruhr

Heiliger Bimbam beim Zeltfestival Ruhr bzw. „Halleluja Bochum!“ Die Fantastischen Vier verwandelten bei ihrem ausverkauften unplugged-Konzert das Hauptzelt am Kemnader See phasenweise in eine Kathedrale. Getreu der Devise „Preist den MC“ huldigten Michi Beck, Thomas D, Andi Y, Band, Orchester und das zum Ruhrpott Gospel Chor umfunktionierte Publikum mit reichlich Augenzwinkern Herrn Michael Schmidt mit dem Song „Smudo in Zukunft“. Definitiv einer der Höhepunkte des Abends.

Durch und durch entspannt rappten sich die Fantas in gut eindreiviertel Stunden Spielzeit durch 24 Jahre Bandgeschichte. Dabei reihten sie nicht etwa Single-Hit an Single-Hit sondern streuten zahlreiche Songs ein, die Fans wohl bekannt sind, aber nicht jahrelanges Radio-Airplay auf dem Buckel haben. Der ein oder andere Klassiker vom „Picknicker“ bis zum „Tag am Meer“ war selbstverständlich dennoch mit dabei. Abwechslungsreich war nicht nur die Set-List, sondern auch die Bandbreite der eingesetzten Instrumente. Diese reichte von einer Sitar-Gitarre bis zum Xylophon. Zwischenzeitlich pimpte Smudo sogar seine Stimme mit einer Ladung Helium auf.

Das Publikum dankte den Fantastischen Vier für ihren außergewöhnlichen Auftritt mit teilweise frenetischem Applaus und wurde nur einmal knurrig, als es zunächst so aussah, als ob das Quartett sich ohne Zugabe verabschieden wolle. Eine unbegründete Sorge, die der Essener Gitarrenvirtuose Rafael Cortés mit einer Präsentation seiner Zupfkünste beiseite wischte und anschließend gemeinsam mit der Band „Was wollen wir noch mehr?“ performte. Jene Frage beantworteten die Fantas schließlich mit einem allerletzten Song. „Wir bleiben euch troy, Bochum“, verabschiedeten sie sich standesgemäß vom Zeltfestival.

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