Klaus Fiehe und die Juicy Beats: Immer dabei

Das Gesicht zur Stimme: Klaus Fiehe | Foto: Canan Parin

DJ und Radio-Moderator Klaus Fiehe ist ein Dauergast auf dem Juicy Beats Festival. Seit dem Gründungsjahr 1996 war er in jedem Jahr mit einem DJ-Set dort vertreten. „Der Drum’n’Bass und der Dubstep-Floor sind nun zusammengelegt worden, was ich ziemlich begrüße“, sagt der Besitzer von rund 40 000 Tonträgern mit einem Augenzwinkern.

Seit über 25 Jahren arbeitet der in Hamm geborene Fiehe beim Radio. Seine Sendungen „1 Live Fiehe“, „Plan B“ und „Karamba“ (letztere auf Byte.FM) haben nicht nur deutschlandweit eine große Fangemeinde, Klaus bekommt sogar regelmäßig Hörerfeedback aus den Benelux-Ländern. Viele Bands, die in diesem Jahr im Dortmunder Westfalenpark spielen, findet der passionierte Schachspieler richtig gut: „Dass jemand wie DJ Bailey in diesem Jahr auf einem Floor Platten mixt, ist wirklich Weltklasse und wäre nur damit zu toppen, wenn vielleicht irgendwann mal Goldie zum Juicy Beats kommen würde. Die Radioshow von Bailey auf BBC Radio ist ein echter Qualitätsmaßstab.“


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Klaus ist auch Musiker und spielte sogar Saxophon für eine Band aus Herne, die diesen Sommer ebenfalls auf dem Dortmunder Festival zu Gast ist: „Meine freundschaftliche Nähe zu Susanne Blech kommt nicht von ungefähr, ich mag die Typen einfach sehr und bin sogar mal extra für einen Gig von denen bis nach Marburg gefahren.“

Das nächste große Ding: Say Yes Dog

Im Sommer 1994 war Klaus Fiehe einer der ersten Musikjournalisten in Deutschland, der Oasis eine steile und populäre Karriere prognostizierte. Aktuell hält er für eine Band die Fahne hoch, die ebenfalls auf einer Bühne unter dem Florianturm spielen: „Say Yes Dog" aus Luxemburg werden ihren Weg machen, da bin ich sicher. Kürzlich ist eine 4-Track-EP auf dem Eurosonic Festival wie heiße Ware herum gereicht worden, ich glaube ganz ernsthaft an diese Band.“ Musikalisch ist dieses Trio irgendwo zwischen Electronica der Marke Hot Chip und Indierock anzusiedeln.

Es hat seit einigen Jahren Tradition, dass Gitarrenbands zu den unterschiedlichen DJ-Floors gebucht werden. „In diesem Jahr sind ja auch Notwist am Start, eine Band, die seit über zwanzig Jahren ihren Stiefel konsequent durchzieht. Deren Kopf Markus Acher bewundere ich sehr. Seit Bandgründung läuft er mit demselben Parka rum, dieses konsequente Festhalten an einem Kleidungsstil kriegt in dieser Form sonst nur noch Jürgen von der Lippe hin.“

Ein weiterer Act ist dem eingefleischten Preußen-Münster-Fan auch noch positiv aufgefallen: „Marteria war in jungen Jahren Jugendspieler bei Hansa Rostock und ist damals von Horst Hrubesch entdeckt worden, das möchte ich auch einmal erwähnen“, sagt er mit tiefer Stimme.

Jacken-Verlierer: Herb LF

Für DJs aus dem direkten Umfeld hält er zudem den Daumen hoch: „Typen wie Ingo Sänger oder DJ Dash sind doch auch in fast jedem Jahr dabei und beweisen, was wir für kompetente Turntablerocker auch direkt im Ruhrgebiet haben. Auch Herb LF ist einsame Klasse, nur sollte er nicht immer seine Jacke verlieren. Ich glaube, Herb ist bislang nach jedem Festival nur mit einem T-Shirt bekleidet nach Hause gegangen. Ansonsten finde ich es ziemlich schade, dass die Bimmelbahn nicht mehr auf dem Juicy Beats eingesetzt wird. In früheren Jahren habe ich das immer sehr genossen, als DJs wie Siegerlandelvis oder Uli Körner den Westfalenpark mit Garagenpunk, Soul und Artverwandtem vom Zug aus bespielt haben.“

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