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Dass das Kulturzentrum Pelmke am 12. Mai sein 25-jähriges Bestehen feiert, hätten sich viele Beteiligte beim turbulenten Start vor einem Vierteljahrhundert sicher nicht träumen lassen. „Fast hätte es zur Eröffnung prompt die Kündigung gegeben“, erinnert sich Geschäftsführer Jürgen Breuer. Damals hatte sich als eine der ersten Initiativen die Volkszählungs-Boykott-Bewegung in den Räumlichkeiten der ehemaligen Grundschule im Stadtteil Wehringhausen getroffen. Was sogleich bei einigen Vertretern der Stadt, Eigentümer des Hauses, gar nicht gut ankam. „Nach der von Stadt- und Landesgeldern bezahlten Grundrenovierung wäre das für die aber ziemlich peinlich geworden“, schmunzelt Breuer rückblickend. Gehörte der heutige „Chef“ 1987 noch zum erweiterten Sympathisanten-Umfeld, fungiert er seit 14 Jahren als Leiter des basisdemokratisch geführten Zentrums. Vieles hat sich seitdem geändert. Aus dem einst streng linksalternativen Treffpunkt ist vor allem durch die täglich geöffnete Kneipe und das Arthaus-Kino ein echter Stadtteilanlaufpunkt geworden. „Vom Punk bis zum Studienrat. Bei uns treffen sich Antifa, Attac und Wehringhauser Einzelhändler“, verweist Jürgen Breuer auf die Vielschichtigkeit des Publikums.
Auch mit der Stadt lässt es sich aktuell gut auskommen. Ein Vertrag sichert noch bis mindestens 2016 einen jährlichen Zuschuss von 64 000 Euro. Mit dem Geld, das allerdings nicht mal 20 Prozent des Gesamtetats von 400 000 Euro deckt, werden vor allem Personalkosten von fünf Teilzeitkräften gedeckt. Ohne die zahlreichen ehrenamtlichen Unterstützer, so betont Breuer, sei jedoch z. B. das hauseigene Babylon-Kino mit seinen jährlich 360 Vorstellungen nicht zu realisieren.
Für den eintrittsfreien Pelmke-Feiertag am 12.5. sind zahlreiche Programmpunkte in der Planung. So kommt der Wahlberliner Tim Neuhaus für ein Solokonzert in seiner Heimatstadt zum Gratulieren vorbei. Jürger Breuers Wunsch an alle Gäste: „Es wäre klasse, wenn die Leute für unser großes Buffet etwas zu essen mitbringen würden.“
Ohne die Pelmke hätten ich und viele viele andere die Stadt schon viel früher verlassen, weil der Drang nach draußen dann noch stärker gewesen wäre. Und für die Freunde, die in Hagen geblieben sind, ist es einer der wichtigsten Orte der Stadt. Hagen sollte die soziale Funktion dieses Ladens nicht unterschätzen. Happy Birthday!