Klassisch beswingt: Sebastian Manz

Duo Riul: Sebastian Manz (l.) und Martin Klett | Foto: Christine Schneider

Würden die preisgekrönten Talente der Konzerthaus-Reihe „Junge Wilde“ nur mit ihrer jugendlich-frischen Interpretation des klassischen Repertoires glänzen, wäre das keineswegs verwerflich. Ungleich spannender ist es hingegen, wenn sie den gegebenen Rahmen nutzen, um vor großem Publikum zu zeigen, dass sie auch ganz andere Töne anschlagen können. So wie der Klarinettist Sebastian Manz, ehemaliger Schüler der Klarinettenkönigin Sabine Meyer, der sein jung-wildes Debüt an der Seite des Pianisten Martin Klett bestreitet. Zusammen sind sie das Duo Riul und gestalten den Abend mit dem Programm ihrer frisch gepressten CD „In Rhythm“: Eine eigenwillige Mischung mit Stücken nord- und südamerikanischer Komponisten des 20. Jahrhunderts, die jazzig-swingende Werke (Gershwin, Bernstein, Copland, Templeton) ebenso wie das schwermütige Klavier-Solo „Alma Brasileira“ von Heitor Villa-Lobos und Steve Reichs minimalistisches „New York Counterpoint for Clarinet and Tape“ umfasst.

Und so unbeschwert wie der 26-jährige Hannoveraner Sebastian Manz durch diese musikalischen Gefilde trabt, so heiter weiß er auch zu moderieren.

 

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