Blumentopf: Das Cajus-Festival

| Foto: Christoph Neumann

Schaut man auf die Landkarte des deutschen Hip-Hop, ist es erstaunlich, wie viele Akteure sich am Aggro-Berlin-Style orientieren. Lässige und aufgeschlossene Rap-Kollektive, wie die (inzwischen aufgelösten) Kinderzimmer Productions, Fettes Brot oder Blumentopf, sind eindeutig in der Unterzahl.


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„Es ist ein bisschen so“, sagt Blumentopf-MC Cajus, „wie Dendemann es in einer seiner letzten Singles formuliert hat: ‚Stumpf ist Trumpf‘ – leider.“ Doch es gibt auch Akteure, die auf intelligente Art und Weise das Genre der dicken Beats und Stabreime bespielen. So ist der aus Rostock stammende Rapper Marteria eigens von Campino ausgesucht worden, um an einigen Songs des letzten Albums der Hosen mit zu texten. „Eine interessante Aufgabe. Als Texter bekommt man so einen ganz neuen Blick auf die Dinge.“ Cajus, der sich übrigens als Geburtstagsgeschenk wünscht, dass Heino einen Blumentopf-Song covert, druckst ein wenig herum, traut sich dann aber doch, einen Interpreten zu nennen, mit dem er einmal arbeiten möchte: „Es soll nicht abgehoben klingen“, sagt der 37-jährige Münchener kleinlaut und respektvoll, „aber mal mit Udo Lindenberg zusammen etwas zu machen, wäre sehr reizvoll.“

Led Zeppelin, Afrob und The Police

Bleiben wir beim Thema „Träume & Wünsche“. Cajus soll einen Festivaltag mit sieben seiner liebsten Bands zusammenstellen. „Natürlich wären Led Zeppelin dabei, da müsste man nur mal sehen, wer Schlagzeug spielt. Außerdem die Beastie Boys, am besten mit einem Set aus Zeiten, als die New Yorker ihr Album ,Paul’s Boutique' veröffentlicht haben. Aus dem Hip-Hop würde ich Afrob und Devin The Dude einladen, als Punkband die Toy Dolls verpflichten. Dann sollen noch The Police in Original-Besetzung dabei sein und die Alabama Shakes, eine frische amerikanische Rockband, die sich stilistisch zwischen Southern Rock und Blues bewegt.“ Ein bunter Mix, der sich auch in der stilistischen Vielfalt von Blumentopf abbildet.

Nieder mit der GbR

Auf ihrem neuen Album „Nieder mit der GbR“ holten sich Blumentopf Beistand von zahlreichen Gastmusikern ins Studio. Neben den Sportfreunden Stiller oder Pohlmann findet sich auch ein gewisser Günther Sigl, der bei dem Lied „Rosi“ mitgesungen hat. Sigl ist Kopf und Sänger der NDW-Legende Spider Murphy Gang. „Das war ein Erlebnis, mit ihm im Studio zusammen zu sein. Der Günther ist inzwischen 66 Jahre alt, gegenüber uns ist das ein riesiger Generationen-Sprung.“ Fröhliche zwei ganze Jahrzehnte ist die Bandgeschichte von Blumentopf alt.

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Advertorial

Am Freitag, 01.12.2017, wird Bruno Müller, einer der zurzeit international gefragtesten Soul- und Jazz-Gitarristen, mit seiner eigenen Band im Glashaus Herten gastieren.

Das Konzert beginnt um 20 Uhr, Einlass ist 19.30 Uhr. Tickets gibt es zum Vorverkaufspreis von 20 € direkt im Glashaus Herten, Hermannstr. 16, 45699 Herten, Tel. 02366-303232, oder per Mail unter 

feicki@t-online.de. Der Preis an der Abendkasse beträgt 24 €. [MEHR…]

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