New Düsseldorf Pop: Wir wollen ein besonderes Highlight sein

Das Team der NDP: Miguel Passarge, Julian Janisch und Hauke Schmidt | Foto: Anika Potzler

Die erste Ausgabe der „New Düsseldorf Pop“, die im Jahr 2011 im zakk stattfand, darf getrost als Erfolg gewertet werden. Im März geht die Messe nun in die zweite Runde. Alexandra Wehrmann sprach mit den Organisatoren Julian Janisch, Miguel Passarge und Hauke Schmidt über die landeshauptstädtische Musikszene, ihre Probleme und nicht zuletzt darüber, inwiefern eine Messe helfen kann.

Wie war die Resonanz auf die erste Ausgabe der NDP?

Hauke: Es kamen ca. tausend Besucher, die Messe war ausgebucht und es gab sehr positive Feedbacks von Ausstellern, Messebesuchern und der Presse. Die Workshopangebote wurden ebenfalls gut angenommen und der Austausch zwischen Musikern und Professionals hat funktioniert. Die Bands kamen mit Taschen voll von Demo-CDs und Promomaterial an, und verließen die Messe mit leeren Taschen und vielen neuen Erfahrungen.

Man spricht immer von DER Düsseldorfer Szene. Wie viele Bands/Musiker umfasst die eigentlich?

Julian: Laut dem Bandarchiv von musikszene-duesseldorf.de gibt es ca. 500 aktive Bands in Düsseldorf. Dort sind vor allem Rock-, Pop-, Electronic- und Indie-Bands gelistet, in anderen Musikrichtungen gibt es sicher noch eine Vielzahl weiterer Bands.

Lange wurde Düsseldorf musikalisch ausschließlich mit den Toten Hosen, Kraftwerk und Doro in Verbindung gebracht. Das hat sich in den letzten Jahren verändert. Wer sind aktuell die Speerspitzen der hiesigen Szene?

Miguel: Es gibt viele verschiedene Musikszenen bzw. Sub-Szenen in unserer Stadt, deshalb kann eine Aufzählung nur unvollständig sein. Aber ein paar Namen seien trotzdem genannt: Stabil Elite, Honig, Callejon, Broilers, Hauschka.

Bei der letzten Ausgabe der Messe wurden von den Musikern in erster Linie zwei Dinge beklagt. Fehlende günstige Proberäume und Auftrittsmöglichkeiten. Hat sich diesbezüglich etwas verändert?

Hauke: Das Clubsterben geht leider weiter. Nach dem 3001 haben jetzt auch Pretty Vacant und Rotkompot zugemacht. Und Läden wie die Trinkhalle machen keine Konzerte mehr.

Miguel: Bei den Proberäumen gibt es die Neuigkeit, dass der Lierenfelder Bunker am Gather Weg nun saniert und in Zukunft wieder vermietet werden wird.

Die NDP besteht aus dem eigentlichen Messeteil, einem Konzertteil sowie Panels, Workshops und Diskussionsrunden. Welche Themenfelder werden dort beackert?

Julian: Diskutiert wird über aktuelle Themen wie die Situation der Musikclubs, weiterhin die Proberaumfrage, Möglichkeiten der Musikförderung und die Entwicklung der hiesigen Musikszene. In den Workshops wird es um Hilfestellung bei der bei Professionalisierung als Band gehen und Infos zu Rechtsfragen, Booking, Management und Verlags- und Labelwesen geben. Zudem finden wieder Instrumentworkshops statt.

Und welche Bands werden sich bei den Showcases präsentieren?

Julian: Bisher bestätigt sind unter anderem One Eye Open, Nadine Beneke, Early Autumn Break, Georg Zimmermann & Band, Pauly, Leonard London, Flash Preuszen, Team Stereo, Mental Movement und Epos.

Bei der letzten Ausgabe der „New Düsseldorf Pop“ waren auch Entscheidungsträger aus der lokalen Politik am Start. Wie sieht es diesbezüglich in 2013 aus?

Miguel: Wir streben an, dass sich wieder ein Austausch zwischen Entscheidungsträgern der Stadt Düsseldorf und aus der Politik und den anwesenden Musikern entwickelt.

Ihr seid alle drei selber auch Musiker, arbeitet im Booking. Welche Skills sollte man idealerweise zusätzlich zum musikalischen Können als Musiker mitbringen?

Hauke: Man sollte kommunikativ sein, Verständnis für die Gesamtzusammenhänge der Musikbranche haben und bereit sein, sich auch mit diesen außermusikalischen Zusammenhängen auseinanderzusetzen. Heutzutage spielt auch Webkompetenz eine große Rolle, um sich selbst zu vermarkten.

Die Messe soll in Zukunft alle zwei Jahre stattfinden. Warum habt ihr euch für diesen eher ungewöhnlichen Turnus entschieden?

Miguel: Innerhalb von zwei Jahren tut sich viel in der Musikszene von Düsseldorf. Deshalb haben wir uns für den Rhythmus einer Biennale entschieden. Wir wollen ein besonderes Highlight sein, das eine Entwicklung der Musikszene darstellt.

new-duesseldorf-pop.de


coolibri ist bei der „New Düsseldorf Pop“ selbstredend auch präsent. An unserem Stand bieten unsere zauberhaften Messe-Hostessen Tonträger von hoffnungsvollen Düsseldorfer Musikern feil. Zudem ist eine „Competition“ (Heidi Klum) geplant. Beim Düsseldorf-Musik-Quiz können sich die Kenner der lokalen Szene miteinander messen und attraktive Preise (sagt man wohl so) mit heim nehmen. Teams von maximal vier Leuten melden sich bis zum 14.3. unter redaktion.duesseldorf@coolibri.de an. Die Moderation obliegt unserem lokalen Musikkenner Michael „Sonny“ Wenzel.

Mehr zur NDP

16.3. zakk, Düsseldorf

coolibri-Popquiz und mehr bei der "New Düsseldorf Pop"

Jenen, die sich aufmerksam durch die landeshauptstädtischen Straßen bewegen, dürften sie bereits aufgefallen sein: Die Plakate, auf denen in großen blauen Lettern nur ein Wort prangt: Pop. Letzteres ist am 16. März im Düsseldorfer zakk Programm. Dann nämlich startet die zweite Ausgabe der Musikmesse „New Düsseldorf Pop“, in deren Rahmen neben dem eigentlichen Messe-Teil auch Konzerte örtlicher [mehr...]


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