The Day: Glatt (zu) persönlich

Ui, nicht so einfach, diese Fünf-Track-CD. Das Problem: Man kann diesen Pop-Songs Adjektive anstellen wie zum Beispiel „verträumt“, oder „lieblich“, oder auch so was wie „zeitgemäß“ – aber man könnte immer auch ein „zu“ davorsetzen. Dann sucht man vergeblich nach dem nötigen Quäntchen Originalität, nach einem kleinen bisschen Ecke oder Kante. (Zu) glatt ist sie letztlich, die aktuelle Veröffentlichung von The Day aus Wuppertal. Dass Laura Loeters und Gregor Sonnenberg an Gesang und Instrumenten ihr Handwerk verstehen, liegt schnell auf der Hand, und es gibt viele, die sagen: „Man muss sie halt auch live erleben.“ Wenn dies aber noch nicht der Fall war, ist man eben auf die CD angewiesen. Und dass Laura Loeters ein Studium des Jazz- und Pop-Gesangs an der Arnheimer Kunsthochschule ArtEZ erfolgreich abgeschlossen und auch schon einige Preise gewonnen hat, hilft einem da nicht wirklich weiter. Ach, Quatsch. Ein Adjektiv trifft es am meisten: persönlich. Und das lässt sich eben nicht so gut teilen.

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