Bohren & der Club of Gore: Dunkelheit um Mitternacht

Für intensive und schwer einzuordnende Musik stehen Bohren & der Club of Gore. Die Mülheimer spielen eine Art düsteren Zeitlupen-Jazz mit der Haltung einer Doom-Metal-Band. Ihre misstrauische, als auch sture, aber stets von leisem Humor durchtränkte und geerdete Attitüde lässt die Band in einem einzigartigen Glanz erscheinen.

„Wir wollten sperrig sein, und sind sperrig“, sagt Saxophonist Christoph Clöser über das Selbstverständnis von Bohren & der Club Of Gore und ergänzt: „Unsere Musik ist nicht Minimalismus im Sinne eines Steve Reich oder Philipp Glass. Wir brauchen wenige Töne, sind langsam und reduziert, aber in unserer Musik gibt es Melodien, Strophen, Refrains und nicht nur rhythmische oder tonale Muster, die wiederholt werden und unmerklich ihre Textur verändern.“ Konzerte spielt die Band mit großer Freude, was Organist Morten Gass bestätigt: „Eigentlich touren wir immer noch ganz gerne, und ich möchte mich mal an dieser Stelle bei allen Konzert-Veranstaltern bedanken, die uns immer so nett behandeln – auch wenn wir manchmal etwas seltsam sind.“ Die Band, deren Musik schon mal als imaginärer Film-Soundtrack eingeordnet wird, steht selber auf alte Folgen von „Der Kommissar“ mit Erik Ode in der Hauptrolle oder sogar auf Komödien wie „Der Partyschreck“ mit Peter Sellers. Neben Clöser und Gass komplettieren Robin Rodenberg am Bass und Thorsten Benning am Schlagzeug das Ensemble.

Die Mini-LP „Beileid“ ist die siebte Veröffentlichung in der laufenden Club-of-Gore-Geschichte und wurde als letztes Opus im Jahr 2011 herausgebracht. Für die Cover-Version von „Catch My Heart“ (im Original von der Düsseldorfer Heavy-Metal-Band Warlock) konnten sie Faith-No-More-Sänger Mike Patton gewinnen. „Das war eine einmalige Sache“, betont Morten, „Es ist nicht geplant, dass wir uns noch einmal einen Gastsänger an Bord holen.“

Tickets für das Konzert gibt es im coolibri-Ticketshop.

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