Trümmer: Wucht und Kampf

| Foto: Robin Hinsch

Unser Bandname spielt mit den Themen Ende und Neuanfang, Abriss und Aufbruch“, sagt Paul Pötsch, Sänger und Gitarrist von Trümmer. Seit April 2012 bespielen Pötsch, Bassist Tammo Kasper und Schlagzeuger Maximilian Fenski die Bühnen der Republik. Am 16. Januar sind sie in den Düsseldorfer FFT Kammerspielen zu Gast. Von sich selbst erwarten die drei bei einem Konzert übrigens nicht weniger als das musikalisch Äußerste: „Ein Trümmerkonzert ist ein Rausch, ein Moment, in dem es um alles gehen muss.“

Genau auf diese Art starteten Trümmer auch die gemeinsame Bandzeit. Musik beschäftigte die Hamburger schon immer, in ihr fanden sie die Möglichkeit, sich auszudrücken. Eines Tages dann wurden sie von Bekannten eingeladen, in einem Club zu spielen, ganz spontan: „Es war ein ziemliches Chaos. Alles Mögliche ging zu Bruch, die Vorband musste uns direkt nach unserem zweiten Song neue Effektgeräte leihen. Ab dann ging es los.“ Und das nicht zu knapp.

Das Haldern Pop stand 2013 auf dem Plan. Außerdem zierten sie das Titelblatt der Spex. Die feierte vollkommen zu Recht die einfache Wucht der Trümmerlieder. Rockelemente treffen auf Ausbruchtexte und rhythmische Melodien, die den Fuß zum Wippen bringen. Die Besonderheit der Musik verbreitete sich schnell. Eine Facebook-Seite haben Trümmer bis heute nicht. Zwischenzeitlich nahmen sie mit den Hamburger Kolleginnen von Zucker gemeinsam eine Kassette auf.

Momentan entsteht, wie Max Fenski verrät, ein weiterer Tonträger: „Wir arbeiten derzeit vollkommen abgeschieden in einem norddeutschen Gutshaus an unserem Debüt. Es wird nächstes Jahr im Frühling erscheinen und vermutlich einen kämpferischen Titel tragen.“ Musik, Attitüde und Haltung gehen bei Trümmer Hand in Hand. Obgleich die drei jungen Männer, deren Alter geheim bleibt, bereits mit der Hamburger Schule in Verbindung gebracht werden, betonen die Musiker, dass sie vielmehr emotional als intellektuell funktionieren möchten.

Eine augenzwinkernde Mission haben sie dennoch: „Im Grunde erschaffen wir mit unserer Musik das, was uns in der Welt fehlt. Und an dieser selbstgebauten Welt lassen wir unsere Zuhörer dann teilhaben. Aber hey – it’s only Rock’n’Roll.“

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