Extreme Geschwindigkeit, blitzartige Reflexe und eine hohe Belastung für Körper und Psyche – das ist Badminton. Wer im Sommer ab und an mal ein Ründchen Federball im Park spielt, kann sich das wahrscheinlich nur schwer vorstellen.
Wer sich hingegen ein Bild davon machen möchte, wie es beim Badminton auf professioneller Ebene abgeht, kann bei den YONEX German Open 2012 in der RWE-Sporthalle in Mülheim ein wenig Anschauungsunterricht nehmen. Wenn sich die Profis den als „Shuttlecock“ bezeichneten Spielball, der bei Wettkämpfen auf internationalem Niveau tatsächlich aus Gänse- oder Entenfedern besteht, mit Höchstgeschwindigkeit um die Ohren hauen, herrscht kein Zweifel daran, dass Badminton seinen Protagonisten alles abverlangt. Nicht umsonst ist der Sport seit 1992 olympische Disziplin. Das Turnier ist eine der letzten Gelegenheiten für die Profis, wertvolle Punkte für die Qualifikation zu den Sommerspielen in London einzusammeln. Es geht also um Einiges – und vielleicht gelingt es sogar einem deutschen Athleten, den Titel zu gewinnen. Es wäre der erste einheimische Sieg seit 37 Jahren.
PaWel
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