Monolog über Mord

| Caroline Knebel als Kindsmörderin (Foto: Volker Beushausen)

Eine Frau, ihre Angst und ein Lebenskonzept, das nicht funktioniert, gipfeln in einem folgenschweren Moment, der Tötung des eigenen Nachwuchses. Das Westfälische Landestheater (WLT) zeigt „Kindsmord“ von Peter Turrini am 29. Februar im hauseigenen Studio um 11 Uhr. Freigegeben ist das Stück ab 16 Jahren.

Auslöser für Turrini, der 2010 die Ehrendoktorwürde der Universität Klagenfurt erhielt, mit der Entwicklung des 1973 uraufgeführten Werks zu beginnen, war eine Nachrichtenmeldung über eine junge Frau, die im Haus ihrer gut situierten Eltern ihr erst zehn Tage altes Kind tötete. Der Österreicher Turrini wollte das Schicksal hinter den Schlagzeilen kennenlernen und traf sich im Gefängnis mit der Verurteilten. Aus ihren Schilderungen ist ein Monolog entstanden, der auf der Bühne nicht die Schuldfrage stellt, bzw. den Anspruch hat, den grausamen Akt in irgendeiner Form zu erklären. Wohl aber wird versucht einen Einblick in die Gefühlswelt der Täterin zu werfen. Ob das gelingt, mögen die Besucher des Stücks selbst entscheiden.

cs

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