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Willkommen zum Seminar „Ruhrpott-Comedy“: Wer kann mir die wichtigsten Vertreter dieser Gattung nennen? Okay, wollen wir mal schauen: Jürgen von Manger – schon tot. Herbert Knebel – gut, aber auf zu vielen Kanälen zugegen. Atze Schröder – dito, und der kommt ja in echt nicht mal aus’ Pott. Quo vadis, also, Ruhrgebietshumor? Gen Westen geht’s. Genauer gesagt nach Duisburg. Denn hierher kommt der Mann, der derzeit als Newcomer heiß gehandelt wird wie geschnitten Bratwurst: Markus Krebs. Besondere Kennzeichen: Wollmütze, Sonnenbrille und Witze am laufenden Band. Kein Wunder, ist sein erklärtes Vorbild doch Fips Asmussen. Einziger Unterschied: Seine Gags kannte man bis dato noch nicht. Naja, die meisten. Die Jury beim RTL Comedy Grand Prix im November war jedenfalls überzeugt: Der Mann auf dem Hocker ist echt locker. Eckardt von Hirschhausen lobte „die absolute Comedy-Entdeckung des Jahres!“, und Kaya Yanar befand: „Er steht da wie ein Profi!“. „Literatur unter Betäubung“ heißt das Programm, mit dem der 41-jährige aus DU-Neudorf derzeit unterwegs ist, CD und DVD sind in der Mache. Da kann man es nur mit Nicole, einer weiteren (unfreiwilligen) Rurhgebietskomikerin sagen: „Flieg nicht so hoch, mein kleiner Freund …“ Aber wird schon. Denn ein weiteres Erkennungsmerkmal der Gattung ist ja, Schröder in der letzten Reihe, aufgemerkt: „äh, die ausgeprägte Bodenständigkeit?“ Eins, setzen.
S.B.
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