Theater Oberhausen: Minifestival zum Internationalen Frauentag

Aufstand aus der Küche | Foto: Katrin Ribbe

Um zu feiern, dass vor 100 Jahren das Frauenwahlrecht in Deutschland beschlossen wurde, hat sich das Theater Oberhausen zusammen mit der Gleichstellungsstelle der Stadt Oberhausen und dem Bloggerinnen- Kollektiv „Feminismus im Pott“ etwas Besonderes einfallen lassen: Ein Minifestival mit Blick nach vorne - auf die nächsten 100 Jahre.

Mit vier künstlerischen Beiträgen werden Fragen rund um das Thema Frauenrechte aufgegriffen. Wie steht es mit der Verwirklichung politischer Gleichberechtigung heute? Gibt es Chancengleichheit für das Übernehmen politischer Ämter oder Führungspositionen? Das Minifestival startet im Saal 2, wo Netzwerken, Wahlparty und der Empfang der Gleichstellungsstelle Oberhausen auf dem Programm stehen. Jeweils um 19 und 21 Uhr werden Workshops von und mit Frauen und Fiktion stattfinden: Was geändert werden muss, um für Gleichberechtigung auf dem Arbeitsmarkt zu sorgen, wird hier ebenso debattiert wie das Dasein von männlichem oder weiblichem Führungsstil. Gemeinsam wird hier ein Manifest für einen feministischen Führungsstil entwickelt. Zur selben Zeit findet im Möbelfundus eine Performance der Künstlerin Alex Alvina statt. In dem Stück werden Verletzlichkeit, Schönheit und das Bedürfnis nach Liebe herausgearbeitet. „Heal the world or die trying“  heißt das Werk, das die Künstlerin mit Text, Stimm-Experiment und Tanz zum Ausdruck bringen möchte. Aufgeführt wurde die Performance, die in der (Trans-)Weiblichkeit der Künstlerin den Anfang findet, auch im Schwulen Museum Berlin und beim Athens & Epidaurus Festival. „Aufstand aus der Küche“ hinterfragt gemeinsam mit den Zuschauern Rollenverteilungen und Gerechtigkeit in der Leistungsgesellschaft. Vorstellungen von Machtgefügen sollen aufgelöst und neu strukturiert werden. Ohne Ticket zugänglich ist die Audioinstallation von Emel Aydoğdu: Fünf Frauen erzählen Geschichten aus ihrem Leben. Die Gemeinsamkeit: Alle Frauen haben türkische Wurzeln, manche sind in Deutschland geboren, manche in der Türkei. Wie es sich anfühlt, zu zwei Nationen zu gehören, erfahren die Besucher so durch die authentisch-nahen Geschichten.

Weitere Infos:

  • Ticket für Einzelveranstaltung: 5€, Doppelticket: 8€