ExtraSchicht: Fünf neue Spielorte und Frühbucher-Tickets

Dr. Hans-Peter Noll, Markus Masuth, Axel Biermann und Josef Hovenjürgen (v. l.) | Foto: Lina Niermann

Während die letzten Zechentore in diesem Jahr schließen, wird bei der Nacht der Industriekultur auch 2018 eine ExtraSchicht gefahren und sogar noch eine Schippe draufgelegt: Fünf Spielorte, darunter die Wittener Werk°Stadt und das Stiftsquelle-Werk in Dorsten, sind erstmalig dabei. Bei der Pressekonferenz auf Zeche Zollverein wurde zum Programm noch nicht allzu viel verraten. Wer sich aber jetzt schon sicher ist, dass die ExtraSchicht am 30. Juni zum persönlichen Pflichtprogramm gehört, der sollte sich die vergünstigten Frühbucher-Tickets sichern. 

Die ExtraSchicht wird volljährig: Bereits zum 18. Mal können Einheimische und Zugereiste die Nacht zum Tag machen. Quer durchs Ruhrgebiet gondelnd gilt es, Kunst, Kultur und kreative Ideen vor und in ehemaligen Industriestätten zu entdecken. An insgesamt 50 Standorten in 22 Städten geht es rund. „Die ExtraSchicht öffnet den Blick auf die Heimat und zeigt, welche Schätze die Region bietet“, sagte Josef Hovenjürgen vom Regionalverband Ruhr bei der Pressekonferenz auf Zeche Zollverein. Für einen reibungslosen Ablauf sorgen Shuttlebusse, die die Besucher durch die Nacht bringen. Außerdem gilt wie immer: freie Fahrt im gesamten VRR. Sogar für den Nachhauseweg darf das Ticket bis 7 Uhr morgens genutzt werden. Unter den Stationen, die die Busse anfahren, befinden sich fünf Neueinsteiger.

Die fünf Newcomer

Alte Dreherei | Foto: Martin Menke

Zum ersten Mal öffnet die Alte Dreherei in Mülheim ihre Pforten. Gleich 20 Initiativen bewahren das Industriedenkmal vor dem Verfall und nutzen es seit 2008 als „lebendiges Haus der Vereine“. In Witten wird die Werk°Stadt zum Spielort, eine ehemalige Verladehalle, die bereits seit 1977 als Jugend- und Kulturzentrum mit Kabarett, Theater, Tanz und Flohmärkten von sich reden macht. Ziemlich aufgemöbelt wird seit zwei Jahren auch das ehemalige Gelände der ThyssenKrupp-Eisenhütte an der Bornstraße in Dortmund. Zeitweise als Schrottplatz genutzt, ist es mittlerweile als JunkYard zum Szenetreff für Künstler und Musiker geworden, mit einem regen Kulturprogramm von Musikfestival über Streetfood und Secondhand-Trödel bis hin zu Comedy.  Der vierte im Bunde der Newcomer ist ein wahrer Durstlöscher: Das Traditionsunternehmen Stiftsquelle mit Sitz in Dorsten. „Oft wurden wir schon gefragt, ob wir nicht auch aktiv produzierende Betriebe bei der ExtraSchicht aufnehmen könnten – und das haben wir mit der Stiftsquelle getan“, sagte Axel Biermann, Geschäftsführer der Ruhr Tourismus GmbH. Als letzter Standort  fällt das Haus Opherdicke in Holzwickede etwas aus dem Rahmen. Als mittelalterliches Wasserschloss auf dem Kamm des Ardeygebirges beheimatet, ist es nicht wirklich ein klassischer Industriestandort, dafür aber schon länger ein kulturell vielseitig bespielter: Ausstellungen, Konzerte, Lesungen und Tagungen finden regelmäßig in dem historischen Gemäuer ihren Platz.

JunkYard | Foto: JunkYard

Der frühe Vogel

Was das Programm angeht, halten sich die Veranstalter bedeckt. Sicher ist bisher nur, dass es auf Zeche Zollverein einen Zapfenstreich geben wird, bei dem zwei bis dreitausend Knappen unter dem Motto „Glück auf Extraschicht“ das Ende des Bergbaus besingen werden. Vor den regulären Vorverkauf haben die Veranstalter ein spezielles Frühbucher-Angebot geschaltet. Zwischen dem 20. März und dem 16. Mai kosten die Tickets statt 17 Euro (VVK) gerade mal schlappe 12 Euro. Es lohnt sich also, sich rechtzeitig um Karten zu bemühen. Verkauft werden diese unter extraschicht.de/ticket und direkt vor Ort an den Touristik-Informationen der beteiligten Städte.

 

ExtraSchicht – Die Nacht der Industriekultur: 30.6. (18-2h), gesamtes Ruhrgebiet; extraschicht.de

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