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Was macht man nach einer Friseurausbildung? a) man wird Friseur (die meisten). b) man hält seine dämliche Visage in alle Fernsehkameras (Udo Walz). c) man macht schrilles Kabarett (Kay Ray). Die letzte ist in jedem Fall die sympathischste Variante, wie der schillernde Entertainer in seinem sinnigerweise „Haarscharf“ betitelten Programm beweist. „Stand-up-Comedy mache ich nicht im deutschen Sinne, denn das würde heißen, einen Text auswendig zu lernen und ihn vor Publikum auf seine Tauglichkeit zu überprüfen“, so der in Hamburg lebende Komödiant. Näher ist mir die Stand-up-Comedy im amerikanischen Sinne: „Geh auf die Bühne und reagiere auf das, was passiert!“ Und da passiert so einiges. In der Mitternachtsshow im Schmidts Tivoli beispielsweise geht die Show erst weiter, wenn „Stefan mit dem Streifenpulli“ von der Toilette zurück ist. Dann aber richtig: Der Mann, der sich selbst schon mal als „Schwulen Edding“ bezeichnet, stylt Songs von Milva oder Billy Joel um, verpasst absurden Alltagsepisoden den letzten Schliff und lässt oftmals kein gutes Haar an der Kollegenwelt. Und auch das geneigte Publikum sollte auf der Hut sein: Es kann auch schon mal vorkommen, dass er seinen Gästen live auf der Bühne die Haare schneidet.
waka
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