Red Dot Design Gewinner werden auf Zollverein ausgestellt

Fundamenthalle im Red Dot Design Museum Essen | Foto: Red Dot Design Museum

Vom 10. Juli bis zum 5. August 2018 zeigt das Red Dot Design Museum Essen in der Sonderausstellung „Design on Stage“ die besten Produkte des Jahres. Auf fünf Etagen im ehemaligen Kesselhaus der Zeche Zollverein können Besucher wieder die größte Ausstellung zeitgenössischen Designs erleben.

Design durchdringt das gesamte Leben – von Haushalt und Büro über Transportmittel oder Werkzeug bis hin zu Computer- und Kommunikationstechnologie. Design bezeichnet dabei nicht Dekoration oder eine hübsche äußere Hülle, sondern zielt auf das gesamte Produkt von der Idee über die Materialwahl bis hin zur Herstellung ab. Doch welche Artikel zeichnen sich durch ein besonders gelungenes Design aus? Das fragt sich spätestens dann jeder, wenn ein Produkt enttäuscht hat.

Die Besten des Jahres

Eine Antwort auf die Frage will jedes Jahr die Ausstellung „Design on Stage“ im Red Dot Design Museum in Essen geben, wo knapp 1800 Innovationen aus mittlerweile 48 Kategorien präsentiert werden. Gemein haben die Exponate, dass sie im Designwettbewerb „Red Dot Award: Product Design 2018“ mit dem Red Dot ausgezeichnet wurden. „Unsere Besucher können sich also auf die besten Produkte des Jahres freuen und verschiedenste Lebenswelten entdecken. Möbel, Küchengeräte, Roboter, Drohnen oder Outdoor-Equipment – die Bandbreite der Exponate ist groß“, sagt Prof. Dr. Peter Zec, Initiator und CEO von Red Dot.

Design erleben

Designexperte Peter Zec | Foto: Red Dot

Seit Jahrzehnten streben Unternehmen danach, Konsumenten durch Design zu binden, denn gute Gestaltung ist zu einem entscheidenden Wirtschaftsfaktor geworden. Das wird durch den wachsenden Erfolg von Designwettbewerben unterstrichen. Doch welche Vorteile hat der Verbraucher eigentlich? „Der Red Dot wird von einer Jury vergeben und ist die Bestätigung hoher Designqualität. Hersteller und Designer kennzeichnen ihre ausgezeichneten Produkte mit dem Siegerlabel. Damit sind sie für Verbraucher als Produkte von guter Gestaltungsqualität erkennbar. Das heißt, dass sie nicht nur schön aussehen, sondern auch durch leichte Handhabung, haptische Besonderheiten und innovative Materialien überzeugen“, sagt der Designexperte.

Diese Qualitäten können in der Ausstellung ganz nah erlebt werden. Denn das Red Dot Design Museum ist ein Hands-on-Museum, in dem viele Produkte auch angefasst und ausprobiert werden dürfen. „Das macht kleinen und großen Besuchern Spaß und öffnet den Blick für Neues, wie zum Beispiel kulturelle Besonderheiten“, betont Peter Zec. Ein besonderes Highlight ist zudem die selbst konzipierte und realisierte Ausstellung des „Red Dot: Design Team of the Year“. Der Ehrentitel ging dieses Jahr an Phoenix Design, die unter anderem Telefongeräte für Gigaset oder Huawei sowie Roboter für das Fraunhofer Institut realisiert haben.

Auf der Suche nach dem Megatrend

„Ich persönlich kenne keine andere Ausstellung, die so allumfassend zeigt, was sich im Produktdesignbereich gerade so tut, was die nächsten großen Trends sein werden“, so Peter Zec. Wie schnell das manchmal gehen kann, hat sich vor zehn Jahren gezeigt. 2008 wurde das iPhone von Apple ausgezeichnet und hat innerhalb weniger Jahre nicht nur Kommunikations-, sondern eben auch Designgeschichte geschrieben.