Kunst.Klima.Wandel

Sturm über Essen | oto: Martina Nies / Aachen

Wie können sich die Menschen in NRW auf heiße Sommer, nasse Winter und insgesamt mehr extreme Wetterereignisse einstellen? Zum Beispiel mit einem Kreativwettbewerb, bei dem Preisgelder bis zu 2 000 Euro winken.

Tim Müßle sprach mit Rainer Lucas vom „dynaklim“-Forschungsprojekt am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie.

Herr Lucas, bis Ende März 2013 können Jugendliche und junge Erwachsene bis 30 Jahre noch Bildcollagen, Bilder oder Videos rund um das Thema „Klimawandel im Alltag“ an dynaklim senden. Warum richtet sich der Wettbewerb so deutlich an junge Menschen?

Er richtet sich an Jüngere, weil ältere Menschen oft bei Szenarien, die wie der Klimawandel bis ins Jahr 2050 reichen, abwinken. Motto: „Da bin ich eh unter der Erde.“ Der Generationenvertrag ist bei dem Thema nicht so sehr verankert.

Die Klimaveränderungen kommen auf uns zu. Was können wir tun?

In der Jahres-Durchschnittstemperatur wird es Veränderungen geben. Die Erderwärmung führt zu mehr Feuchtigkeit, und die muss auch wieder runterkommen. Das wird im Ruhrgebiet zu mehr Starkregen führen. Darauf müssen sich die Städte, aber auch Unternehmen vorbereiten. Wir müssen zum Beispiel die Stadtentwässerung umbauen, zu vertretbaren Kosten, um mit einem blauen Auge davonzukommen.

Was ist der Kern des dynaklim-Projekts?

Das Forschungsprojekt dynaklim sucht Antworten – etwa auf folgende Fragen: Wie können die Menschen im Ruhrgebiet sich auf den Klimawandel einstellen? Welche Bereiche sind besonders gefährdet? Welche Vorsorgemaßnahmen müssen insbesondere durch die Wasserwirtschaft getroffen werden?

Es geht darum, die Infrastruktur der Emscher-Lippe-Region anzupassen und den zuständigen Akteuren Rüstzeug an die Hand zu geben.

Zuständige Akteure?

Ja, zum Beispiel Verwaltungen oder Firmen. Die Unternehmen etwa müssen sich informieren, ob ihr Gebäude hochwassersicher ist und ob im Keller wichtige Rechner stehen.

Mehr Infos zum Kreativwettbewerb unter dynaklim-kreativ.de