Die Bullemänner: Furztrocken

| Foto: Inka Vogel

Die Zeitschrift Landlust aus Münster verkauft mehr Exemplare als der Spiegel. Pflaumenkuchen und Meisenknödel statt Erderwärmung und Nahostkrieg. Wenn sich der Trend in der Comedy-Branche auch abzeichnet, dann werden etablierte Labertaschen bald von diesen beiden Herren abgelöst:

Augustin Upmann und Heinz Weißenberg, beide geboren im südmünsterländischem Selm. Seit 1994 machen die zwei Schulfreunde „Ethnokabarett“ und firmieren als Die Bullemänner, eine Art Slow Food der Kabarettszene. Langsam, aber gewaltig beackern die Helden der westfälischen Runkeltaiga auch mit ihrem elften Programm „Furztrocken“ sämtliche Felder des Lebens und lassen ungeniert die Sau raus. Unterstützt von Tastenfrau Svetlana Svoroboa, die verträumte Melodien zur westfälischen Agrar-Atmo beisteuert, ereifern sich die beiden Long-Time-Buddies über amokfahrende E-Biker aus dem Ruhrgebiet, die Freiwillige Feuerwehr Suchtrup oder geben Tipps zum Töpfern mit Mett. Und das Rezept steht sicher auch bald in der Landlust.