Abgekartet: Ohne Rolf

Sind Sie es auch satt, das ganze Gerede – selbst, wenn es gehaltvoll sein sollte? Sehnen Sie sich auch nach so etwas wie intellektueller Stimulation bei völliger Stille? Nun, klingt nach: Geht nicht! Aber das gibt’s nicht! Wusste schon Tim Mälzer. Bestes Beispiel: Ohne Rolf.

In den Bühnenprogrammen des Schweizer Duos fällt kein Sterbens Wort. Dafür aber Karten – nachdem sie als Botschaftsübermittler ausgedient haben. Jonas Anderhub und Christof Wolfisberg unterhalten sich, indem sie, ganz wie bei Dylan und seinem „Subterranean Homesick Blues“, Plakate aus Karton nach oben halten, auf denen steht, was gesagt werden könnte, aber lieber unausgesprochen bleibt. Der Ruhe wegen. Herauskommen sind dabei Gespräche, die nicht einfach verhallen, sondern nachhaltig im Gedächtnis bleiben – weil sie so witzig sind. Kabarett für alle, denen das Leben zu laut geworden ist.