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Hiob ist heutzutage Synonym für den leidgeprüften Dulder, den, dessen Glaube härtesten Prüfungen unterzogen wird. Ursprünglich war die Geschichte des Hiob eine biblische. 1930 verwendete der österreichische Schriftsteller Joseph Roth den Stoff aus der heiligen Schrift für seinen Roman „Hiob“. Der erzählt die Geschichte des frommen Juden Mendel Singer, der Anfang des 20. Jahrhunderts als Dorfschullehrer im ostgalizischen Schtetl lebt und von dort aus in die USA emigriert. In seiner neuen Heimat treffen ihn innerhalb von kürzester Zeit zahlreiche Schicksalsschläge, Frau und Kinder sterben. Im Unterschied zu der biblischen Geschichte, beginnt der Hiob des Joseph Roth daraufhin an Gott zu zweifeln.
Regisseur Johan Simons hat den Rothschen Roman für die Münchner Kammerspiele inszeniert und dabei den Bilderreichtum der Buchvorlage erhalten. Unaufdringlich-authentisch kommt seine Version, die Ende Februar im Bayer Kulturhaus in Leverkusen gegeben wird, daher. Er sei von Anfang an Feuer und Flamme gewesen für den Roman und die Figur des Mendel Singer, sagt Andre Jung, der die Hauptfigur spielt. Mendel sei „ein großer, sehr widersprüchlicher Charakter, der für jeden Schauspieler eine herrliche Herausforderung ist“. Letztere, da sind sich Kritiker einig, hat Jung mit Bravour bewältigt.
alex
kultur.bayer.de
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