Ekstase und frisches Blut

| Junge Deutsche Philharmonie (Foto: Achim Reissner)

Ein klassisches Musikstück als Wuchtbrumme zu bezeichnen, mag ehrenrührig wirken, trifft aber im Falle der monumentalen Turangalîla-Sinfonie durchaus zu. Denn das opulente Werk des französischen Komponisten Olivier Messiaen (1908–1992) zeugt von dessen Hang zu einer „farblich schillernden, verfeinerten, ja wollüstigen Musik“, zu einer Musik, die „Zartheit und Heftigkeit, Liebe und Ungestüm kennt“ und die „von frischem Blut belebt wird“.

Letzteres wird die Junge Deutsche Philharmonie, die Messiaens klanggewaltiger Hymne an die Freude ihre Frühjahrstournee widmet, zweifelsohne erfüllen. Begleitet wird das mehrfach ausgezeichnete Studenten-Ensemble zum einen von Maestro Kristjan Järvi, in dem die New York Times die „Wiedergeburt Leonard Bernsteins“ vermutet und der unlängst zum neuen Chefdirigenten des MDR Sinfonieorchesters ernannt wurde. Zum anderen von der Pianistin Tamara Stefanovich und von Thomas Bloch, der als einer von wenigen den Ondes Martenot – ein seltenes elektronisches Tasteninstrument – ihre wundersam sphärischen Klänge zu entlocken weiß.

rg

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