Places: Virtual Reality erleben

Virtuelles Erlebnis: Places | Foto: Samuel Zeller

Virtual Reality ist längst kein Begriff mehr, den nur Entwickler hinter verschlossenen Türen andächtig flüstern. Ganz im Gegenteil: Computergenerierte Wirklichkeit ist in unserem Alltag angekommen. Zeit also für eine Veranstaltung, die den Durchschnittskonsumenten mit dem Techniker und dem Unternehmer zusammenbringt. Das neue kostenfreie Festival „Places“ in Gelsenkirchen-Ückendorf soll genau das ermöglichen. Irmine Estermann hat mit dem Veranstalter Roman Pilgrim von den Insane Urban Cowboys gesprochen.

Zu allererst: Wer sind die Insane Urban Cowboys?
Wir sind ein Zusammenschluss aus Kreativen, die die Aktivität in der Stadt und das Netzwerk in der Region fördern wollen. Dabei sind ganz unterschiedliche Menschen: Ich bin freischaffender Künstler, wir haben auch Architekten, Journalisten, Social Media Berater oder Musiker im Verein. Mit Veranstaltungen wie dem Festival wollen wir bei den Menschen nicht nur Aktivität erzeugen, sondern sie auch für den Stadtteil interessieren. Und falls das Festival funktioniert, wollen wir es jährlich veranstalten.

Welche Zielgruppe hat Places?
Das ist eine philosophische Frage, die wir uns am Anfang auch gestellt haben. Wir haben beschlossen, keine festzulegen. Es gibt bei dem Festival unterschiedliche Ansatzpunkte, einiges ist interessant für Consumer, einiges für den B2B-Bereich oder für Entwickler. Es ist auch etwas für junge Start-ups, die nach guten Leuten in dem Bereich suchen. Wir sind gerade in der Phase, wo VR die breite Masse erreicht. Deshalb verschwimmt die Grenze zwischen den Zielgruppen.

Wie ist euer Konzept für Places?
Unser Konzept gibt es in dem Bereich eher selten. Normalerweise finden zu dem Thema Konferenzen irgendwo auf der grünen Wiese statt, für die man sich teure Tickets holen muss, um Fachvorträgen zu lauschen. Unser Festival ist kostenfrei und für jeden zugänglich. Wir bespielen mehrere ,Places‘ – unter anderem auch daher der Name. Wir werden Stationen zum Beispiel in leerstehenden Ladenlokalen und in Wohnungen leerer Mietshäuser aufbauen. Der Besucher kann selbst alles erkunden, sich aber auch gerne in die Vorträge setzen, die für das Fachpublikum angeboten werden.

Wie sieht das Programm aus?
Am Donnerstag wird es Workshops geben, die zum Teil nicht öffentlich sind. Schüler designen zum Beispiel in einer virtuellen Umgebung und drucken ihre Ergebnisse mit einem 3D-Drucker. Am Freitag laufen bis 14 Uhr die Fachvorträge. Da kann sich jeder gerne anschließen. Es geht nicht nur um Fachspezifisches sondern auch um einen allgemeinen Überblick über Virtual Reality. Ebenfalls am Freitag ist die Einweisung zum Hackerthon, bei dem junge Teams 24 Stunden lang Anwendungen entwickeln. Um 15 Uhr öffnen die Locations, wo unsere Programmpartner ihre Anwendungen präsentieren. Die Locations sind auch am Samstag und Sonntag offen. Alle sind so ausgelegt, dass der Besucher selbst aktiv werden kann oder einbezogen wird. Er soll VR erleben. Der niederschwellige Einstieg in das Thema ist bei solchen Spielstationen ja am einfachsten.

19.-22.4. Gelsenkirchen-Ückendorf


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