Kunst & Kohle: Selbst zum Künstler werden!

Ibrahim Mahamas Verhüllungskunstwerk zur documenta 14 | Foto: Ferdinand Ullrich

Die Ausstellungsreihe „Kunst & Kohle“ widmet sich ab Mai in insgesamt 17 RuhrKunstMuseen dem Ende des Steinkohlebergbaus – einem Thema, dem man sich künstlerisch auf ganz unterschiedliche Weise nähern kann. Der ghanaische Künstler Ibrahim Mahama möchte in Herne ein Verhüllungskunstwerk realisieren, für das nun kunstinteressierte Helfer gesucht werden.

Im gesamten Ruhrgebiet präsentieren die Museen von Mai bis September künstlerische Werke, die die Themen Kohle und Bergbau auf ganz unterschiedliche Weise in den Fokus rücken. Der ghanaische Künstler Ibrahim Mahama wurde anlässlich der Ausstellungsreihe vom Emschertal-Museum in Herne eingeladen, das historische Schloss Strünkede mit gebrauchten Jutesäcken zu verhüllen. Mahama hat mit seinen ausdrucksstarken Verhüllungen unter anderem schon bei der Biennale in Venedig  und der documenta 14 in Kassel Aufsehen erregt. Die passgenaue Anfertigung der Jutebahnen ist für den Ghanaer Teil des künstlerischen Prozesses – vielmehr ist es aber das gemeinsame Arbeiten. Für Mahama spielt das Zusammentreffen unterschiedlicher Menschen und eine aktive und spielerische Teilnahme der Gesellschaft eine wichtige Rolle.

Damit Mahamas neues Kunstwerk „Coal Market“ entstehen kann, werden nun helfende Hände gesucht. Es sollen von Anfang bis Mitte April in Gelsenkirchen-Hassel, auf der Zeche Westerhold, Jutesäcke grob in Bahnen vernäht werden. Die Hilfe wird auch nicht unbelohnt bleiben: Neben einem Kombi-Ticket für die gesamte Ausstellungslaufzeit inkl. Ausstellungskatalog gibt es sogar eine kleine finanzielle Aufwandsentschädigung. Wer interessiert ist oder sich zur Aktion informieren möchte, schickt am besten eine Mail an Thomas Hensolt (t.hensolt@ruhr-tourismus.de).