Die Zauberflöte: Mozart als Animationstheater

Fantasievolle Bilderflut: Die Zauberflöte | Foto: Freese/drama-berlin.de

Diese Version der Zauberflöte, mit ihrer überwältigenden Bildersprache irgendwo zwischen Stummfilm und Comicbuch, begeisterte schon unzählige Zuschauer in Duisburg. Nun kommt das umjubelte Stück auch nach Düsseldorf.

Am Anfang stand ein Höhentauglichkeitstest für die Sänger der „Zauberflöte“. Denn die Inszenierung von Barrie Kosky und Suzanne Andrade ist nur was für schwindelfreie Darsteller, nicht allein die stimmlichen Qualitäten waren beim Casting entscheidend. Die Bühne besteht aus einer hohen Senkrechten, die zur Projektionsfläche wird und vor der die Sänger agieren. Eine echte Herausforderung an Personal und Technik. Das an der Komischen Oper Berlin gefeierte Bühnenereignis wird trotz der erschwerten Arbeitsbedingungen zum großen Teil durch das Ensemble der Deutschen Oper am Rhein bestritten. Die fantasievollen Animationen von Paul Barrit geben der Aufführung den Rhythmus und stellen auch die Duisburger Philharmoniker vor eine ungewöhnliche Aufgabe. Kurz gesagt: Mozarts wohl bekanntestes Werk ist in dieser Fassung laut Pressereferent Daniel Senzek „etwas völlig anderes“. Der große Erfolg der Zauberflöte hat dazu beigetragen, dass die von Barrie Kosky geleitete Komische Oper in Berlin bereits nach einer Spielzeit mit dem neuen Intendanten zum „Opernhaus des Jahres“ gekürt wurde.

Nach dem die Laufzeit in Duisburg nun endet, zieht das Opernspektakel nach Düsseldorf, um dort für weitere Begeisterungsstürme und staunende Gesichter zu sorgen. Premiere ist am 13.9. in der Deutsche Oper am Rhein in Düsseldorf. Die Termine reichen bis ins nächste Jahr hinein. 

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