Der Nussknacker im Herner Kulturzentrum

Nicht ganz so alt wie das Krippenspiel, dafür aber mit mehr Eleganz

Auch 120 Jahre nach der Uraufführung verzaubert das Ballett in zwei Akten von Peter I. Tschaikowsky immer noch Jung und Alt. Besonders zur Weihnachtszeit erfreut sich eines der bekanntesten Werke des russischen Komponisten großer Beliebtheit und ist am 11. Dezember im Herner Kulturzentrum zu sehen.

Die Handlung beruht auf „Die Geschichte eines Nussknackers“ von Alexandre Dumas dem Älteren, einer Bearbeitung von E. T. A. Hoffmanns „Nußknacker und Mausekönig“. Im Mittelpunkt steht Klärchen. Sie bekommt von ihrem Patenonkel Drosselmeyer einen Nussknacker zu Weihnachten geschenkt. In der folgenden Nacht träumt sie von einer Schlacht, in der die von ihrem Nussknacker angeführten Spielzeugsoldaten gegen das Heer des Mäusekönigs kämpfen. Mit Klärchens Hilfe siegt der Nussknacker, der sich danach in einen Prinzen verwandelt. Der Prinz reist mit ihr in das Reich der Süßigkeiten. Dabei geht es über den Tannenwald zum Schloss Zuckerburg, wo die dort residierende Zuckerfee zu Ehren ihrer Gäste ein Fest veranstaltet.

Eine so zauberhafte Geschichte lebt natürlich auch von ihrer Inszenierung, die beim St. Petersburg Festival Ballett wohl ohne Frage als „weltklasse“ bezeichnet werden darf. Prächtige Kostüme, ein märchenhaftes Bühnenbild und die unbeschwerte Leichtigkeit der Darsteller verschmelzen zu einer künstlerischen Einheit, die sowohl Laien als auch Kenner in ihren Bann zieht.