Spielarten Festival 2013: Voll theatralisch

Junge(n)s Theater: Kopf oder Zahl | Foto: Mischa Lorenz

Kinder- und Jugendtheater, wenn es denn gut ist, behandelt die wirklich wichtigen Fragen, die die Zielgruppe interessieren: Nicht „Welcher Smartphone-Tarif ist der richtige für mich?“, sondern „Wer bin ich“, „Wie funktioniert Freundschaft?“ oder „Wie ist es, für andere zu sorgen?“ Antworten finden Zuschauer ab fünf Jahren in zehn ausgesuchten Produktionen des letzten Jahres, die das Spielarten Festival präsentiert. Die freien Kinder- und Jugendtheater aus NRW reisen noch bis Ende November durchs Land und werden auf neun verschiedenen Bühnen anspruchsvolle Stoffe in ebendieser Art und Weise zeigen. In Duisburg ist etwa die Version des Gelsenkirchener Consol Theaters von „Pünktchen und Anton“ zu sehen, jenem berührenden Kästner-Klassiker um eine Freundschaft zwischen Arm und Reich.

In Herne und Duisburg kommt das Stück „Kopf oder Zahl“ vom theaterkohlenpott auf die Bretter. Im Zentrum steht ein 15-jähriger Schlägertyp, der sich von seiner kriminellen Vergangenheit lösen will. Und wer sich dann doch fürs Smartphone interessiert: Einen musikalisch-theatralischen Abend rum um das Smartphone bietet in Herne auch das Stück „Smartopia“ des Echtzeit-Theaters Münster.