Memoria: Geisterbahn im Hochbunker

Düstere Gestalten im Bunker | Foto: Markus Draxler

Tonnenweise Müll hat das Team des Festivals „Rundlauf Bochum“ aus einem leer stehenden Luftschutzbunker an der Zechenstraße herausgetragen, um hier in der Speckschweiz einen Ort für Kunst und Kultur zu schaffen. Nachdem er während des Festivals im Mai Raum für Ausstellungen, Installationen und Performances bot, wird der Hochbunker jetzt erneut bespielt. Der Künstler Markus Draxler von der Wuppertaler IG.Form hat dort in wochenlanger Arbeit die Installation „Memoria“ aufgebaut. „Memoria ist eine Geisterbahn ohne Geister und Bahn“, sagt er. Ein über 700 Meter langer Gang führt den Besucher über drei Etagen hinein in eine lose, böse, fantastische Geschichte und lässt ihn an Gestalten geraten, an Rätsel, in Situationen und Träume. „Der Weg führt in die Dunkelheit und zurück“, schreibt Markus Draxler in der Ankündigung. Pro Vorstellung dürfen nur zwei Personen den Parcours durchlaufen. Dass dieser es in sich hat, verspricht eine Reihe von Warnhinweisen: „Festes Schuhwerk, warme Kleidung und ein halbwegs stabiler Geisteszustand“ werden empfohlen. Menschen mit Herz-/Kreislaufbeschwerden, Klaustrophobie oder Schwangere sind aus Sicherheitsgründen vom Besuch sogar ausgeschlossen.

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