Ruhe in Frieden, Postmoderne

Im Aufbruch | Foto: Eija Mäkivuoti

Der Abgesang findet noch im Theater statt, doch genau genommen ist die Postmoderne ein Fall fürs Museum. Wie bitte, mag sich jetzt noch manch einer denken. Aber ja, die finnisch-britische Performance-Gruppe Oblivia vertritt in ihrer neuen Arbeit diese radikale Position. Gemäß der Ankündigung landen aberhunderte ideengleiche Künstler im „Bühnengraben der Geschichte“ und ihre Werke am 16.+17. November in der zum „Museum of Postmodern Art“ umgestalteten Räumlichkeit von PACT Zollverein.

 Die Weltpremiere in Essen ist dabei nur der Auftakt einer bis 2016 gedachten fünfteiligen Serie, die geprägt sein will von einer neuen Sprache, einem neuen Gesicht und vor allem einem neuen Humor. „Wir freuen uns, zu neuen Horizonten aufzubrechen und existenzielle Fragen zu stellen“, gehen Oblivia selbstbewusst ihre Herkulesaufgabe an. Externe Teilnahme an der Museumsgestaltung ist ausdrücklich gewünscht und das projektbezogene Blog BLOGMA als Kondolenzbuch für die dahingeschiedene Postmoderne eingerichtet.

pact-zollverein.de