Pecha Kucha Night: 6:40, nicht mehr und nicht weniger

Eine Mann, viele Worte: Jan-Uwe Fitz

Die Idee stammt aus Tokio. Dort wurde Pecha Kucha 2003 aus der Taufe gehoben. Wörtlich übersetzt meint der Begriff „wirres Geplauder“. Ob es wirklich wirr zugeht oder doch sehr strukturiert, dürfte am einzelnen Teilnehmer liegen. Der hat im Rahmen von Pecha Kucha die Möglichkeit, über ein Thema seiner Wahl zu sprechen – sei es nun ein postpornografisches Filmprojekt, wie man durch Twitter einen Vertrag bei einem Traditionsverlag bekommt oder die Düsseldorfer Street-Art-Szene. Der inhaltlichen Freiheit steht eine formelle Strenge gegenüber, die das Ganze besonders spannend machen dürfte: Exakt sechs Minuten und vierzig Sekunden muss nämlich jeder Vortrag lang sein. Parallel dazu läuft eine Power-Point-Präsentation mit zwanzig Bildern durch. Jedes Bild wird genau zwanzig Sekunden an die Wand geworfen und dann durch das nächste abgelöst.

Während das Format international bereits sehr verbreitet ist (566 Austragungsorte weltweit), erlebt Düsseldorf am 23.11. im damenundherren seine Pecha-Kucha-Premiere. Autor Jan-Uwe Fitz wird auf jeden Fall dabei sein. Insgesamt sind zehn Vorträge geplant. Die Anfangszeit ist dabei nicht weniger kurios als die Idee selber: Los geht es um 20.20 Uhr.