coolibri präsentiert Breakdance-Elite: Battle of the Year

Die Last Action Heroes feiern Ihren Sieg beim deutschen Vorentscheid in Hannover. | Foto: Last Action Heroes

Rhythmus trifft auf Akrobatik – Im Oktober versammelt sich die Weltelite des Breakdance erneut in Essen, um beim Snipes Battle of the Year gegeneinander anzutreten. Für Deutschland werden die Last Action Heroes aus Bad Oeynhausen gegen die internationale Konkurrenz in den Ring steigen. Johannes Riesop hat mit einem der Tänzer über Breakdance in Deutschland gesprochen.

Hey Ezzy, erst einmal herzlichen Glückwunsch zum kürzlichen Sieg beim deutschlandweiten Vorentscheid, dem Battle of the Year Germany. Damit seid Ihr Deutschlands Vertreter beim World Final am 21.10. in Essen. Seid Ihr schon heiß?

Auf jeden Fall, es ist wirklich ein Kindheitstraum irgendwann mal bei einem internationalen Battle dabei zu sein. Jetzt ist er wahr geworden.

Wie lang tanzt du mit deiner Crew schon in dieser Konstellation?

Uns gibt es jetzt seit acht Jahren also seit 2009. Wir, das sind Roman Epp (19), Dominik Chosuke (24), Huy Tran (32), Dennis Fabrizius (22), Reza Jaxon (24), Michael Kapiza (19) und ich, Evgenij „Ezzy“ Zotov (25).

Welchen Stellenwert hat das Battle of the Year innerhalb der Szene?

Ich weiß nicht, wie der Stellenwert bei der jüngeren Generation ist aber für uns ist es eine echt große Sache. Aus unserer Generation haben viele das Ziel einmal beim internationalen Battle of the Year dabei zu sein. 

Ich habe vorab eure Choreografie des letzten Battles gesehen. Wie regelmäßig trainiert Ihr, um die Choreos so einzustudieren?

Zurzeit trainieren wir 4 bis 5 Mal die Woche. Jetzt gerade kurz vor dem Battle trainieren wir auch wesentlich mehr Showchoreografien als sonst. Normalerweise trainiert jeder aber auch viel für sich selbst und schaut, dass er mit seinem Können vorankommt.

4 bis 5 Mal Training und Ihr habt trotzdem noch Jobs nebenbei?

Ja genau. Da ist bei uns wirklich alles vertreten: Wir haben Schüler, Studenten, Auszubildende und auch Festangestellte in unserer Crew.

Breakdancen ist für dich sicher mehr als einfach nur tanzen, was macht das Breaken für dich so besonders?

Auf jeden Fall ist es mehr als nur ein Hobby. In einem Wort ausgedrückt wäre es definitiv ;Leidenschaft‘. Man trainiert und trainiert und bekommt irgendwann dann auch etwas zurück, wie unseren Sieg in Hannover. Wir haben neulich auch ein Video gedreht, in dem es um Breakdancen geht, namens „Sucht oder Leidenschaft“. Der Vergleich, ob es noch Leidenschaft oder schon Sucht ist, trifft es wahrscheinlich am besten.

Wie steht es um die Förderung in Deutschland?

Wir werden schon gut gefördert. Wenn ich das mit anderen Ländern vergleiche, finde ich, dass es uns hier sehr gut geht. Wir trainieren beispielsweise in einem Jugendzentrum. Da bekommen wir was unser Equipment, also Matten, Spiegel oder Soundanlagen angeht, schon viel Unterstützung. 

Wie sieht es in der Szene außerhalb von Deutschland aus?

In Frankreich oder Asien hat es sich zum Beispiel gesellschaftlich noch viel weiter etabliert als hierzulande. Es entstehen zurzeit aber auch wieder mehr Battles und Veranstaltungen in Deutschland. Das ist schön zu sehen.

Wer sind deine Favoriten für das World Final in Essen?

Frankreich und Japan sind meiner Meinung nach die Topfavoriten in diesem Jahr. Es wird auf jeden Fall wieder heiße Battles geben!

Dann wünschen wir euch viel Erfolg beim Finale am 21.10. in Essen. Wem möchtet Ihr noch danken?

Danken wollen wir auf jeden Fall dem Haus der Jugend in Bad Oeynhausen, für unsere Trainingsmöglichkeit und besonders Bboy Snoop von den Flying Steps, der uns seit Jahren immer unterstützt und motiviert.

Die Grüße gehen raus. Dann vielen Dank für das Interview.

Battle of the Year: 21.10., Gruga-Halle, Essen

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