Zeitreise im Musicalformat

Conférencier: E. Mark Murphy | Foto: Pedro Malinowski

Originalgarderobe der 20er Jahre ist beim Besuch einer Aufführung von „Cabaret“ am MiR angesagt. Denn das gesamte Kleine Haus wird zum Kit Kat-Club umgebaut, „allerdings in ein Etablissement, das die besten Tage schon gesehen hat“, erläutert Regisseurin Sandra Wissmann. Rote Teppiche, kostümiertes Servicepersonal, ja selbst das Kassenhäuschen erhält den Anstrich der vergangenen Zeit. Und so verwischen sich die Ebenen für den Besucher, ist er doch Teil einer Inszenierung und gleichzeitig Gast im Nachtclub. „Da kann es schon mal passieren, dass eine Tänzerin zum Tisch kommt und sich an einem Getränk bedient“, warnt das künstlerische Team der Produktion. Neben Flüssignahrung dürfen auch Speisen mit in den Theaterraum genommen werden, das Publikum sitzt grüppchenweise an Bistro-Tischen. Sean Stephens choreographiert das Tanzensemble im Stilmix aus Stepptanz, Charlston, Hip-Hop gepaart mit akrobatischen Elementen. Das neunköpfige Orchester ist mittendrin und gibt dem Musical einen puren, akustischen Sound.