Wuppertaler PerformanceNacht

Plattenspieler-Performance

Beim Wort Performance lupfen ja immer noch viele die Augenbrauen. Könnte auch an Texten liegen, wie sie zum Beispiel im Programm der aktuellen, der dritten Wuppertaler PerformanceNacht zu finden sind: „Anna Berndtson arbeitet mit ihrer Performance am Phänomen Anwesenheit.“ Hm.

Wer anwesend ist, wird natürlich viel Abstraktes, aber doch nicht zu Verschwurbeltes erleben. Das Soloprogramm von Matthias Schriefl beispielsweise besteht aus freien Improvisationen, Eigenkompositionen, Jazz-Standards und Volksweisen aus dem Alpenland. Geräuschvoll wird’s auch bei Strotter Inst. Präparierte Plattenspieler sind hier die Grundlage. „Als Tonträger kommen überarbeitete Schallplatten (zerschnitten, beklebt, ergänzt, abgeschabt etc.) und andere Materialien (Stoff, Metall, Karton, Papier, Filz etc.) zum Einsatz.“ Der Kunstraum Hengesbach präsentiert mit OUI WE einen frühen Film des New Yorker Künstlers Anthony Howard. In vier Episoden und einer Gesamtlänge von 36 Minuten zeigt OUI WE den Künstler in unterschiedlichen öffentlichen Räumen und Rollen. Die Performance End Splash von Nusara Mai-ngarm (Bangkok/London/Wuppertal) ist in den Räumen des Hebebühne e.V. zu sehen. Mai-ngarm verbindet in ihrer Arbeit Fotografie, Video und Performance, um wiederkehrende Themen wie Tod, Metaphysik, Fruchtbarkeit und Bewegung zu thematisieren.

Insgesamt beinhaltet die kunstvolle Nacht zehn Performances an zehn Orten, international besetzt. Ach ja, und Anna Berndtson? „In der speziell für die PerformanceNacht in Wuppertal entwickelten Performance wird das Fleisch mehr als nur ein Lebensmittel, wenn die Künstlerin sich auf den klassischen Satz ‚This is Veal’ bezieht.“ Yo.

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